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  2. <html newsdate="2010-07-04" type="newsletter">
  3. <head>
  4. <title>FSFE Newsletter - Juli 2010</title>
  5. </head>
  6. <body>
  7. <h1>FSFE Newsletter - Juli 2010</h1>
  8. <p newsteaser="yes">Diese Ausgabe berichtet über die Ausführungen von Neelie
  9. Kroes zu Offenen Standards, die Diskussion über Freie Software im deutschen
  10. Bundesland Sachsen, die Lizenzänderung von WebM hin zur Kompatibilität mit
  11. der GPL und ruft Sie alle dazu auf, mit Ihren Politikern bei Themen im
  12. Zusammenhang mit Freier Software in Kontakt zu bleiben.</p>
  13. <p>Des Weiteren hat sich das strategische Entscheidungsorgan der FSFE, die
  14. <a href="/about/team.html">Mitgliederversammlung</a> (MV), im italienischen Bozen
  15. getroffen. Die verschiedenen Ergebnisse dieses Treffens werden in den
  16. nächsten Monaten und Jahren deutlich werden. Auf der operativen Seite haben
  17. wir in
  18. Tampere (Finnland), Göteburg (Schweden), Paris, Lille (Frankreich), Berlin,
  19. Düsseldorf, Siegen (Deutschland) <a href="http://wiki.fsfe.org/FellowshipEvents">Fellowship-Treffen</a> sowie ein
  20. Fellowship-Jabber-Treffen zum Thema ACTA organisiert. Stian hat ein neues
  21. <a href="http://blogs.fsfe.org/fellowship-interviews/david-reyes-samblas-martinez/">Fellowship-Interview
  22. mit David Reyes Samblas Martinez</a> veröffentlicht, in dem er Fragen zu
  23. Hardware-Herstellung, E-Learning und Politik im Bereich Freier Software
  24. beantwortet.</p>
  25. <h2>"Proprietäre Technologie ist Geldverschwendung"</h2>
  26. <p>Nein, das ist kein Zitat von jemandem aus der Freie-Software-Gemeinschaft.
  27. Wie <a href="http://blogs.fsfe.org/gerloff/?p=359">Karsten in seinem Artikel
  28. berichtet</a>, war es Neelie Kroes, Vizepräsidentin der Europäischen
  29. Kommission, die am 10. Juni in Brüssel auf dem Treffen Open Forum Europe (OFE)
  30. eine Rede hielt. Sie sagte auch:</p>
  31. <blockquote><p>"Viele Behörden sehen sich ungewollt einem jahrzehntelangen
  32. Lock-in-Effekt durch proprietäre Technologie ausgesetzt. Ab einem gewissen
  33. Punkt ist die ursprüngliche Wahl so tief verwurzelt, dass die Gefahr besteht,
  34. dass Alternativen ungeachtet ihrer potentiellen Vorteile systematisch
  35. ignoriert werden. Dies ist eine Verschwendung öffentlicher Gelder, die sich
  36. die meisten Behörden nicht länger leisten können."</p></blockquote>
  37. <p>Kroes unterstützte auch
  38. <a href="/activities/os/def.html">unsere Definition von Offenen Standards</a>.
  39. Sie stellte klar, dass "wahrhaft offene" Standards "keine Beschränkungen für
  40. ihre Implementierer beinhalten". Das ist wichtig, da es bedeutet, dass
  41. Programmierer einen Standard in Freier Software implementieren können;
  42. Microsoft und andere haben immer wieder versucht, die Kommission zu
  43. überzeugen, dass ein Standard "offen" sein kann, obwohl er nicht in Freier
  44. Software implementiert werden kann. Diese Entwicklungen sind gute
  45. Neuigkeiten - bitte teilen Sie sie anderen mit!</p>
  46. <h2>"Freistaat" Sachsen argumentiert gegen Freie Software</h2>
  47. <p>Bereits im Mai diskutierten deutsche Politiker im Landtag des Freistaats
  48. Sachsen über Freie Software. Ich (Matthias) habe eine
  49. <a href="http://blogs.fsfe.org/mk/?p=589">Analyse der Diskussion</a>
  50. veröffentlicht. Die Landesregierung redete von strategischen Gründen, die
  51. gegen Freie Software sprächen, aber benannte keinen einzigen davon. Die CDU
  52. und die FDP sagten, sie wollten den Markt nicht beeinflussen. Auf der anderen
  53. Seite verwendet die Landesregierung beim Schulunterricht für alle Schüler die
  54. Software eines Monopolisten und macht auf ihren Internetseiten Werbung für die
  55. proprietäre Software von Adobe. In ihren Ausschreibungen fordern
  56. sie keine Freie Software, beklagen sich aber, dass es bei Freier Software
  57. zu wenige Dienstleister und Programme gebe. Außerdem benutzen sie den
  58. Ausdruck "Marktstandards" gegen Freie Software.</p>
  59. <p>Es ist ein sehr gutes Zeichen, dass solche Diskussionen in Parlamenten
  60. stattfinden. Das bedeutet, dass Politiker gezwungen sind, sich über Freie
  61. Software Gedanken zu machen, und auch, dass wir alle mit Politikern über
  62. Freie Software diskutieren können. Aus diesem Grund haben wir Bewohner von
  63. Sachsen aufgefordert, ihren Politikern Rückmeldungen zu der Diskussion zu
  64. schicken, ihnen zu schreiben, was ihnen an der Diskussion gefallen hat, und
  65. Fragen zu stellen wie "wenn Politiker über strategische Gründe gegen Freie
  66. Software reden, was sind diese Gründe?". Sie können die Politiker auch auf
  67. die oben zitierte Rede von Neelie Kroes hinweisen.</p>
  68. <h2>Freie Video-Formate / Software-Lizenzen</h2>
  69. <p>Im Mai hat Google
  70. <a href="http://www.fsf.org/blogs/licensing/googles-updated-webm-license">seine
  71. Lizenz für das WebM-Projekt aktualisiert</a>, um sie GPL-kompatibel zu machen.
  72. Wie <a href="/news/nl/nl-201006.en.html">in der letzten Ausgabe</a> erklärt,
  73. ist WebM wichtig, damit Benutzer nicht mehr die unfreien Flash-Plugins
  74. installieren müssen, sondern ein freies Video-Format zum Abspielen und Kodieren
  75. von Videos zur Verfügung haben.</p>
  76. <p>WebM ist bereits Freie Software gewesen, da die Rechteinhaber in der Lizenz
  77. sagten, dass die Benutzer die Freiheit besitzen, die Software für jeden Zweck zu verwenden, zu
  78. verstehen, sie zu verbreiten und zu verbessern. Das Problem war, dass
  79. die Lizenz nicht mit der
  80. <a href="http://www.fsf.org/licensing/licenses/gpl.html">GNU General Public
  81. License (GPL)</a> kompatibel war.</p>
  82. <p>Es gibt <a href="http://www.fsf.org/licensing/licenses/">eine Menge von
  83. Freie-Software-Lizenzen</a>, aber die GNU GPL ist die bekannteste
  84. Freie-Software-Copyleft-Lizenz und wird von einem großen Prozentsatz der
  85. Freien Software benutzt. Sie garantiert die vier Freiheiten und fügt die
  86. Bedingung hinzu, dass diese vier Freiheiten beim Weiterverbreiten der
  87. Software intakt bleiben.</p>
  88. <p>Wenn Leute dieselbe Lizenz verwenden oder zumindest GPL-kompatible Lizenzen,
  89. dann können Programmierer Code frei und einfach miteinander austauschen, so
  90. dass Programmierer das Rad nicht neu erfinden müssen, sondern bereits
  91. existierenden Code verwenden können. Daher ist es so wichtig, dass
  92. Programmierer die <a href="http://www.gnu.org/licenses/agpl.html">GNU
  93. AGPL</a>, GPL, <a href="http://www.gnu.org/licenses/lgpl.html">LGPL</a>, oder
  94. eine kompatible Freie-Software-Lizenz für ihre Software verwenden. Es gibt
  95. auch einen lesenswerten Artikel von David Wheeler,
  96. <a href="http://www.dwheeler.com/essays/gpl-compatible.html">warum Sie Ihre
  97. Software GPL-kompatibel machen sollten</a>, so wie es jetzt WebM tut.</p>
  98. <h2>Werden Sie aktiv: Sammeln Sie mit uns Reden zu Freier Software</h2>
  99. <p>Unser Ziel ist es, so vielen Menschen wie möglich das Konzept von Freier
  100. Software zu erklären. Diesen Monat hatte das deutsche Team einen Stand auf
  101. dem GNU/Linuxtag in Berlin und erklärte all den verschiedenen Besuchern,
  102. was Freie Software ist, gab Interviews und hielt Reden über "Freiheit in der
  103. Cloud" und über verbreitete Missverständnisse im Bezug auf Freie Software.
  104. Sie sollten abhängig vom Publikum leicht modifizierte Erklärungen verwenden.
  105. Zur Unterstützung von Unterstützern Freier Software stellen wir Links zu
  106. <a href="http://wiki.fsfe.org/Video">Video-</a> und
  107. <a href="http://wiki.fsfe.org/Audio">Audiodateien</a>, sowie
  108. <a href="http://wiki.fsfe.org/Transcripts">Redetexte</a> zur Verfügung.</p>
  109. <p><a href="http://fellowship.fsfe.org">Als Fellow</a> haben Sie dort
  110. automatisch ein Benutzerkonto, aber Sie können sich auch einfach
  111. <a href="http://wiki.fsfe.org/UserGuide?action=newaccount">für einen
  112. Gastzugang registrieren</a> und uns helfen, diese Seiten zu einer guten
  113. Ressource für Leute zu machen, die von anderen lernen wollen, wie man am
  114. besten die Vorteile von Software-Freiheit erklärt.</p>
  115. <p>Viele Grüße,<br /> <a href="/about/kirschner/kirschner.html">Matthias
  116. Kirschner</a>- FSFE</p>
  117. <p>-- <br />
  118. <a href="/index.html">Free Software Foundation Europe</a><br />
  119. <a href="/news/news.rss">FSFE Neuigkeiten</a><br />
  120. <a href="/events/events.rss">Nächste Veranstaltungen</a><br />
  121. <a href="http://planet.fsfe.org/en/rss20.xml">Fellowship Blog Aggregation</a><br />
  122. <a href="/contact/community.html">Freie Software Diskussion</a> </p>
  123. </body>
  124. <tags>
  125. <tag>newsletter</tag>
  126. <tag>Matthias Kirschner</tag>
  127. <tag content="GNU GPL">gpl</tag>
  128. <tag>Licensing</tag>
  129. <tag>EuropeanCommission</tag>
  130. <tag content="Open Forum Europe">OpenForumEurope</tag>
  131. <tag>Webmasters</tag>
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  133. <translator>Markus Enzenberger</translator>
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