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news-20131104-02.de.xhtml 2.8KB

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  2. <html newsdate="2013-11-04">
  3. <head>
  4. <title>Internet-Anbieter: Routerzwang schadet Nutzern</title>
  5. </head>
  6. <body>
  7. <h1>Internet-Anbieter: Routerzwang schadet Nutzern</h1>
  8. <p newsteaser="yes">Internet-Anbieter zwingen ihren Kunden oft Router auf, über die diese
  9. keine Kontrolle haben. Der Anbieter hält dabei die Zugangsdaten für
  10. den Internet- und Telefoniezugriff sowie verwendete Protokolle und
  11. Anschlüsse vor dem Kunden geheim.</p>
  12. <p>Die Free Software Foundation Europe (FSFE) macht sich deshalb zusammen
  13. mit Ehrenamtlichen verschiedener Freien-Software-Initiativen für die
  14. Freiheiten der Verbraucher und des Wettbewerbs stark. Die FSFE hat
  15. eine ausführliche <a href="https://fsfe.org/news/2013/files/Stellungnahme_Schnittstellen_398_-_FSFE.pdf">Stellungnahme an die Bundesnetzagentur (BNetzA)
  16. verfasst</a>. Auch die Stiftung Warentest hat auf <a href="https://www.test.de/Internet-und-Telefon-Gross-kassiert-mit-Kleingedrucktem-4596646-0">dieses Problem hingewiesen</a>.</p>
  17. <p>Bereits im September hatte die FSFE die Bundesnetzagentur <a href="https://blogs.fsfe.org/mk/?p=1124">über diese
  18. Problematik informiert</a>. In der heute
  19. verschickten umfassenden Stellungnahme hebt die FSFE die Bedeutung der
  20. Wahlfreiheit des Kunden heraus, plädiert für die Nutzung Freier Software
  21. und Offener Standards, und fordert die Agentur
  22. auf, den freien Wettbewerb zu verteidigen.</p>
  23. <p>Der Zwang, einen bestimmten Router zur Einwahl in das Internet und die
  24. Nutzung von Telefonen verwenden zu müssen, verursacht Probleme: Die
  25. Abhängigkeit von Herstellern sorgt für die Errichtung von
  26. geschlossenen Systemen.
  27. Diese sind besonders anfällig für Angriffe aus dem Internet, da sie
  28. seltener mit Sicherheitsupdates versorgt werden und nicht auf
  29. langfristigen Support ausgelegt sind.</p>
  30. <p>Der Zwang zur Nutzung eines Routers, der durch den Anbieter
  31. kontrolliert wird, kann zu zahlreichen Problemen führen, wie
  32. Inkompatibilitäten mit VoIP-Telefonen, Streamingdiensten oder
  33. Onlinespielen. Auch die Nutzung eigener, vorhandener Geräte und
  34. Dienste wird durch den Routerzwang erschwert oder unmöglich.</p>
  35. <p>Dadurch können Verbraucher keine eigenen Geräte mit breiterem
  36. Funktionsumfang und besseren Einstellungsmöglichkeiten nutzen. Neben
  37. der bedenklichen Folgen für die Sicherheit der Kunden und deren
  38. Netzwerke wird so auch die technische Weiterentwicklung erheblich
  39. gebremst.</p>
  40. <p>Die FSFE fordert die Bundesnetzagentur auf, ihrer Aufgabe als Hüterin
  41. des Wettbewerbs und der technologischen Weiterentwicklung treu zu
  42. bleiben und sich klar und rechtlich verbindlich gegen die Praxis des
  43. Routerzwangs auszusprechen.</p>
  44. </body>
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