Source files of fsfe.org, pdfreaders.org, freeyourandroid.org, ilovefs.org, drm.info, and test.fsfe.org. Contribute: https://fsfe.org/contribute/web/ https://fsfe.org
You can not select more than 25 topics Topics must start with a letter or number, can include dashes ('-') and can be up to 35 characters long.

news-20101216-01.de.xhtml 4.0KB

12345678910111213141516171819202122232425262728293031323334353637383940414243444546474849505152535455565758596061626364656667686970717273747576777879808182
  1. <?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
  2. <html newsdate="2010-12-16">
  3. <head>
  4. <title>FSFE begrüßt Revision des European Interoperability Framework</title>
  5. </head>
  6. <body>
  7. <h1>FSFE begrüßt Revision des European Interoperability Framework</h1>
  8. <p newsteaser="yes">Die Europäische Kommission hat heute ihre
  9. lang erwartete Revision
  10. des <a href="http://ec.europa.eu/isa/strategy/index_en.htm">European
  11. Interoperability Framework</a> (Rahmenwerk für Interoperabilität)
  12. veröffentlicht. Dieses Dokument hat die Förderung von
  13. Interoperabilität im öffentlichen Sektor in Europa zum Ziel. Das
  14. Dokument ist das Ergebnis eines ausgedehnten und hart umkämpften
  15. Verfahrens. Die Free Software Foundation Europe hatte das Verfahren
  16. begleitet und gegenüber der Europäischen Kommission zu
  17. <a href="/news/2009/news-20091127-01.html">verschiedenen</a>
  18. <a href="http://www.fsfe.org/activities/os/bsa-letter-analysis.html">Zeiten</a>
  19. Stellungnahmen abgegeben.</p>
  20. <p>„Während der Entwicklung des EIF hatten wir Grund zur Sorge, dass
  21. Freie Software faktisch aus dem öffentlichen Sektor in Europa
  22. ausgeschlossen werden würde. Die FSFE hat hart daran gearbeitet, das zu
  23. verhindern, und wir waren erfolgreich,“ sagt Karsten Gerloff, Präsident der
  24. FSFE. „Mit diesem Dokument zeigt die Kommission, dass sie willens ist,
  25. eine Führungsrolle einzunehmen. Wir werden die Europäische Kommission bei
  26. dieser Bemühung unterstützen und begleiten.“</p>
  27. <p>Wir freuen uns, dass die Anstrengung, die die FSFE beim Verfahren um
  28. die Revision des EIF geleistet hat, zu Ergebnissen geführt hat. Aus Sicht
  29. der Freien Software wurde das Dokument merklich gegenüber
  30. <a href="/activities/os/eifv2.html">früheren Versionen</a> verbessert:</p>
  31. <ul>
  32. <li>Das Dokument sagt explizit, dass
  33. <a href="/activities/os/def.html">Offene Standards</a> (genannt „offene
  34. Spezifikationen“) in Freier Software implementierbar sein müssen.</li>
  35. <li>Das Dokument sagt, dass öffentliche Verwaltungen Offene Standards
  36. bevorzugen sollen.</li>
  37. <li>Das Dokument fordert öffentliche Verwaltungen auf, Lösungen
  38. wiederzuverwenden und gemeinsam zu nutzen. Freie Software ist bei weitem die
  39. geeignetste Methode, um das zu erreichen.</li>
  40. </ul>
  41. <p>In einigen Punkten könnte das Dokument verbessert werden. Es gibt einen
  42. beträchtlichen Spielraum für öffentliche Einrichtungen, Änderungen an
  43. ineffizienten IT-Systemen und Praktiken zu vermeiden.<br/>
  44. Die Definition einer „offenen Spezifikation“ im Dokument verlangt, dass
  45. derartige Standards in Freier Software implementierbar sein müssen, aber sie
  46. lässt zu, dass in diese Standards aufgenommene Patente unter sogenannten
  47. FRAND-Bedingungen lizenziert werden. Solche FRAND-Bedingungen machen es
  48. normalerweise <a href="/activities/os/bsa-letter-analysis.html#3 ">unmöglich,
  49. einen Standard in Freier Software zu implementieren</a>. Die FSFE wird der
  50. Europäischen Kommission bei der Auflösung dieses offensichtlichen
  51. Widerspruchs zur Seite stehen.</p>
  52. <p>„Obwohl die FSFE sich eine stärkere Unterstützung für Offene Standards und
  53. Freie Software gewünscht hätte, gratulieren wir der Europäischen Kommission
  54. dazu, dass sie im Umfeld einer hitzigen Debatte ein nützliches Dokument
  55. erstellt hat,“ so Gerloff.</p>
  56. <p>Dieses Dokument steht in Verbindung mit dem Aktionsplan der Kommission
  57. zum E-Government, der gestern angekündigt wurde und Offene Standards für
  58. die europäischen Mitgliedstaaten zu einer politischen Priorität macht und
  59. dabei klare Schritte und Fristen vorschreibt. Ein wichtiger Schritt ist, dass
  60. die nationalen Regierungen bis 2013 ihre nationalen Rahmenwerke zur
  61. Interoperabilität an den EIF anpassen müssen.</p>
  62. <p>Die FSFE hat die Änderungen zwischen den
  63. <a href="/activities/os/eifv2.html">verschiedenen Versionen</a> des
  64. Dokuments visuell aufbereitet. Diese Darstellung war vielen Beteiligten
  65. bei ihrer Arbeit am EIFv2 von Nutzen. Die Tabelle wird gegenwärtig
  66. aktualisiert, um die endgültige Fassung des Dokuments darzustellen.</p>
  67. </body>
  68. <tags>
  69. <tag>front-page</tag>
  70. </tags>
  71. <translator>Markus Enzenberger</translator>
  72. </html>