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  2. <html newsdate="2010-08-02">
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  5. <title>Deutsche Ministerien missachten Anforderung der offenen
  6. Interoperabilität in der IT</title>
  7. </head>
  8. <body>
  9. <h1>Deutsche Ministerien missachten Anforderung der offenen
  10. Interoperabilität in der IT</h1>
  11. <h2>Laut Umfrage befolgen nur 2 von 87 Behörden die Vorschriften
  12. der Bundesregierung zu offenen Dokumentenformaten</h2>
  13. <p>Wie eine diese Woche veröffentlichte Untersuchung
  14. nahelegt, wird die
  15. Anforderung der Einführung <a
  16. href="/activities/os/def.de.html">Offener Standards</a> von
  17. der Mehrheit der Bundesbehörden in Deutschland ignoriert.</p>
  18. <p>Die Free Software Foundation Europe (FSFE) führte eine Umfrage durch, um
  19. den
  20. Stand des Einsatzes von ODF in der Regierung festzustellen und eine
  21. weitergehende Annahme Offener Standards voranzubringen.. "Obwohl die
  22. Bundespolitik vernünftigerweise auf Offene Standards für Interoperabilität,
  23. Barrierefreiheit und Sicherheit setzt, wird deutlich, dass die meisten
  24. Behörden immer noch ineffiziente proprietäre Formate einsetzen", sagte
  25. Karsten
  26. Gerloff, Präsident der FSFE. "Letztendlich werden die Bürger den Preis für
  27. diese mangelnde Umsetzung durch höhere Rechnungen für öffentliche
  28. IT-Verträge
  29. und langsamere Dienstleistungen aufgrund von Interoperabilitäts-Problemen
  30. bezahlen", fügte er hinzu. "Sie werden auch mit ihrer Freiheit bezahlen, da
  31. sie gezwungen werden, proprietäre Software und Standards zu benutzen, um mit
  32. Regierungsbehörden zu kommunizieren."</p>
  33. <p>Seit Anfang 2010 hat der Rat der IT-Beauftragten von staatlichen
  34. Dienststellen
  35. verlangt, das Open Document Format (ODF) zu unterstützen, um mit der
  36. wachsenden Anzahl von Personen und Organisationen kommunizieren zu können,
  37. die dieses benutzen. Die Richtlinie, die auf den Ergebnissen des
  38. Interministeriellen Koordinierungsausschusses basiert - einem
  39. Expertengremium
  40. der Bundesverwaltung, verlangt, dass Behörden in der Lage sind, ODF-Dateien
  41. zu lesen, zu schreiben und zu verschicken.</p>
  42. <p>Als 87 Briefe an die Ministerien verschickt wurden, in denen sie
  43. aufgefordert
  44. wurden, ihre Konformität unter Beweis zu stellen und in dem offenen Format
  45. zu antworten, schickten nur zwei eine Antwort im angeforderten ODF-Format.
  46. Einzig das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium für Ernährung,
  47. Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) schickten Antworten im
  48. korrekten
  49. Format. Fünf weitere Bundesbehörden schickten Antworten: alle von ihnen
  50. betonten, dass sie Offene Standards wichtig nähmen. Trotz ihrer Behauptung,
  51. dass sie imstande seien, ODF zu benutzen, schickten sie ihre Antworten
  52. jedoch
  53. in anderen Formaten als ODF.</p>
  54. <p>ODF wird weltweit von einer stetig anwachsenden Anzahl öffentlicher
  55. Institutionen eingesetzt und wurde bereits von zehn nationalen
  56. Standardisierungsorganisationen anerkannt, zusätzlich ist es der
  57. vorgeschriebene Standard für die Kommunikation zwischen den 26
  58. Mitgliedsstaaten der NATO. "Das Kanzleramt und das BMELV haben ein Beispiel
  59. für die Verwendung Offener Standards in der öffentlichen Verwaltung
  60. gesetzt",
  61. folgerte Matthias Kirschner, Deutschland-Koordinator der FSFE, "aber
  62. insgesamt
  63. ist es eindeutig noch ein weiter Weg, bevor die Praxis der Richtlinie für
  64. ODF im öffentlichen Sektor entspricht."</p>
  65. <p>Die FSFE wird die Einführung von ODF weiter überwachen, um das
  66. Bürgerrecht auf Kommunikation mit Freier Software zu schützen.</p>
  67. <p>Die sieben Behörden, die an der Umfrage teilnahmen, waren:</p>
  68. <ol>
  69. <li>Bundeskanzleramt</li>
  70. <li>Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
  71. Verbraucherschutz</li>
  72. <li>Julius Kühn-Institut (JKI) Bundesforschungsinstitut für
  73. Kulturpflanzen</li>
  74. <li>Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung</li>
  75. <li>Bundesministerium des Innern</li>
  76. <li>Bundespräsidialamt</li>
  77. <li>Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die
  78. Informationsfreiheit</li>
  79. </ol>
  80. </body>
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  84. </html>
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