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Currently implements both a format hook to remove white-space paragraphs, and a check to make their existence a critical failure. In the end may implement only one or none of these, subject to major design changes. Solves #5409 Co-authored-by: Darragh Elliott <me@delliott.net> Reviewed-on: #5431 Co-authored-by: delliott <delliott@fsfe.org> Co-committed-by: delliott <delliott@fsfe.org>
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<title>WIPO im Fokus - Kommentar zu den Konferenzen der WIPO-Mitgliedstaaten, 28. September 2007</title>
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</head>
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<p align="center">
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[ <a href="statement-20070928.pdf">PDF Version (44k) (Englisch)</a> ]
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</p>
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<p id="category">
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<a href="/activities/policy.html">WIPO</a>
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</p>
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<h1>Intervention der Free Software Foundation Europe (FSFE)</h1>
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<h4>Konferenzen der WIPO-Mitgliedstaaten 43. Generalversammlung, Genf, 24. September - 3. Oktober 2007</h4>
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<!--<p id="introduction"> Summary: </p>-->
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<p>Die FSFE möchte einige Kommentare zu verschiedenen Tagesordnungspunkten der
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diesjährigen Generalversammlung äußern. Aus Zeitgründen und auf Vorschlag des
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Vorsitzenden legen wir diese Kommentare hiermit schriftlich zur Kenntnisnahme
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vor.</p>
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<h3>Ansichten zu Beschaffungsentscheidungen der WIPO</h3>
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<p>In Bezug auf die Fragen der technischen Anforderungen und Systeme, die in
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einigen Tagesordnungspunkten diskutiert werden, schlägt die FSFE vor, dass die
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WIPO weiter an den bewährten Prinzipien Herstellerunabhängigkeit,
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Interoperabilität und Offene Standards bei all ihren Beschaffungen festhält. Als
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Referenzen auf diesem Gebiet dienen das European Interoperability Framework
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(EIF) der IDABC der Europäischen Kommission sowie die Arbeit, die auf diesem
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Feld von anderen Mitgliedstaaten geleistet wurde.</p>
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<p>Die Erfahrung zeigt, dass Kosten wegen fehlender Interoperabilität leicht
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bis zu 40% des Budgets für Informationstechnologie ausmachen können, und dass
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sie die Kosten für alle Computernutzer, auch öffentliche Körperschaften, in die
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Höhe treibt. Diese fehlende Interoperabilität ist ein häufiges Ergebnis von
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herstellerspezifischen Beschaffungen ohne Offene Standards.</p>
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<p>Interoperabilität und Offene Standards spielen auch eine wichtige Rolle, wenn
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es darum geht Daten und Informationen langfristig zu speichern und
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fortwährenden Zugriff auf sie zu ermöglichen. Die FSFE ist der Ansicht, dass
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die Konzeption der WIPO als eine zwischenstaatliche Organisation mit
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verschiedenen Interessenvertretern unvereinbar ist mit der Abhängigkeit von
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den Produkten eines Herstellers, um auf ihre Daten zuzugreifen oder mit ihren
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Mitgliedstaaten zu kommunizieren.</p>
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<p>Deshalb schlägt die FSFE vor, dass die Versammlungen der Mitgliedstaaten
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klare Richtlinien für das Management der WIPO aufstellt, damit die
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Herstellerunabhängigkeit, Interoperabilität und Offene Standards in allen
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Beschaffungsentscheidungen gewährleistet bleiben.</p>
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<h3>Zu einer Entwicklungsagenda der WIPO</h3>
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<p>Die FSFE gratuliert den WIPO-Mitgliedstaaten zu ihrer Übereinkunft, zusammen
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einige konkrete Punkte auszuarbeiten, um eine Entwicklungsagenda der WIPO zu
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begründen. Wir haben diesen Prozess die letzten Jahre über verfolgt und werden
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auch weiter unseren Beitrag dazu leisten, dass diese Diskussionen und ihre
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Umsetzung zu einem erfolgreichen Ende kommen.</p>
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<p>Was unsere Anmerkungen zur Interoperabilität, Offene Standards und der
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Herstellerunabhängigkeit betrifft, so glauben wir, dass diese Angelegenheiten
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auch ein Bestandteil der Diskussionen zur Entwicklungsagenda sein sollten,
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besonders im Cluster A, einschließlich der Punkte 7, 10 und 11.</p>
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<p>Im Cluster B, unter Punkt 22 und 23, möchte die FSFE die Rolle betonen, die
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Freie Software bei der Schaffung und Aufrechterhaltung eines offenen,
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konkurrenzbetonten und innovativen Technologiesektors spielt. Freie Software
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ist oft die einzige verbliebene Konkurrenz auf Märkten, die von Monopolen
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beherrscht werden, und die beste Möglichkeit, wieder eine Wettbewerbssituation
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herzustellen.</p>
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<p>Als Referenzen möchten wir auf Untersuchungen verweisen, die die
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Europäische Kommission seit 1998 auf diesem Gebiet durchgeführt hat und auf die
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kürzlich getroffene Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs in erster
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Instanz. Diese Entscheidung betraf zwei Marktsegmente, eines davon war das
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"Work Group Server" Segment. Dieser Markt ist von einem Monopol beherrscht, das
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durch Behinderung von Interoperabilität geschaffen wurde. Freie Software ist
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der einzige verbliebene Konkurrent und ist im Moment die Grundlage für
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Konkurrenzprodukte von vier großen Herstellern.</p>
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<p>In Bezug auf Cluster C möchte die FSFE unterstreichen, wie wichtig es ist
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die Rolle der Freien Software im Technologietransfer und bei der Bildung von
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Kapazitäten zu diskutieren, wie auf dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft
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(WSIS) in Genf vereinbart, in Bezug auf Punkt 24. Im Aktionsplan des WSIS heißt
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es unter Sektion C3, 10, Punkt e:</p>
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<blockquote>
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<em>"Die Forschung unterstützen und allen Interessenvertretern
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bewusst machen, welche Möglichkeiten die verschieden Softwaremodelle bieten,
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die Methoden zeigen, wie Software entwickelt wird, einschließlich proprietärer
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Software, Open Source und Freier Software, und damit den Wettbewerb fördern,
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eine freie Wahl und erschwingliche Preise gewährleisten, sowie allen
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Interessenvertretern die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, welche
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Lösung am besten ihren Anforderungen entspricht."</em>
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</blockquote>
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<p>Die FSFE hält es für unbedingt notwendig, dass den baldigen Diskussionen zur
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Entwicklungsagenda in der WIPO ausreichend Ressourcen zugebilligt werden, damit
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diese Arbeit in absehbarer Zeit mit konkreten Ergebnissen abgeschlossen werden
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kann. </p>
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<h3>Zu den künftigen Aufgaben des ständigen Ausschusses zu Urheberrecht und
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verwandte Rechte (SCCR) und des ständigen Ausschusses zum Patenrecht (SCP)
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</h3>
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<p>Bezüglich Tagesordnungspunkt 17, die zukünftigen Projekte des SCCR, möchte
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die FSFE ihre Unterstützung für das im September 2006 unterzeichnete "Joint
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Statement of Certain Civil Society, Industry and Rightholders Representatives
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Regarding the Draft Basic Proposal for SCCR 15" noch einmal betonen.</p>
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<p>Was die große Menge von dringenden Problemen beim Urheberrecht und
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verwandten Rechten betrifft, einschließlich dem möglichen Abkommen zum offenen
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Zugang zu Wissen, der Diskussion über Begrenzungen und Ausnahmen und
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alternative, auf dem Urheberrecht basierende, Systeme wie z. B. Creative
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Commons oder Freie Software, die Kreativität stärker fördern, so ist die FSFE
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der Ansicht, dass diese Punkte Vorrang haben sollten vor Dingen, über die in
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den nächsten Jahren wohl keine Einigung erzielt werden kann.</p>
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<p>Außerdem vertritt die FSFE bezüglich Tagesordnungspunkt 19 die Auffassung,
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dass der SCP die Auswirkungen des Patentrechts auf IT Standards analysieren
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sollte, einschließlich möglicher Kartellprobleme, was nach unserer Erfahrung
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wichtig ist und zum Gesamtbild gehört. </p>
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</body>
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<translator>Anita Berkmiller</translator>
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