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<title>Karlsruher Memorandum zur Patentierbarkeit von Software</title>
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<h1>Software Patente in Europa</h1>
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[ <a href="/activities/swpat/swpat.html">Einführung</a>
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| <a href="/activities/swpat/background.html">Hintergrund</a>
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| <a href="/activities/swpat/status.html">Status</a>
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| <a href="/activities/swpat/documents.html">Weitere Informationen</a>
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]
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<h2>Karlsruhe, Juni 2005</h2>
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<h2>Memorandum zur Patentierbarkeit von Software</h2>
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<p>Wir, die Unterzeichner, teilen die gemeinsame Vision von Europa als
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einen lebendigen, kreativen und konkurrenzfähigen Teil der Welt. Diese
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Vision basiert auf den Prinzipien der partizipativen Demokratie und der
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Freiheit von Innovationen - diese erfordern, dass Europäer
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Software frei entwickeln können und ihre Arbeit verbreiten können, frei
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von Bedrohungen und Beschränkungen durch Softwarepatente.</p>
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<p>Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) spielen heute eine
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zentrale Rolle in allen Gebieten der Wirtschaft und sie bilden die
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Grundlage der Wissensgesellschaft, in der Europa sich hervortun
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möchte.</p>
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<p>In unserer Vision wird die europäische IKT-Industrie die dynamischste
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in der Welt - und das Europäische Parlament teilt ebenfalls diese Vision,
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wie es durch die notwendigen Änderungen an der Richtlinie zu
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computer-implementierten Erfindungen während der ersten Lesung am 24.
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September 2003 bewies.</p>
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<p>Diese Richtlinie ist besser bekannt als die
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"Softwarepatentrichtlinie", da sie in ihrer ursprünglichen Version nicht
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nur die Erlaubnis von Patenten auf computergestützten Erfindungen
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beinhaltete, sondern ebenfalls die Patentvergabe auf Algorithmen und
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Logik der Software selbst einschloss.</p>
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<p>In einem der besten und lobenswertesten Beispiele von demokratischer
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Mitbestimmung umrissen Unternehmen und gemeinnützige Organisationen die
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schädlichen Folgen für Demokratie, Wettbewerb, Innovation und
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Beschäftigung.</p>
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<p>Am 18. Mai 2004 brüskierte der Europarat diese demokratisch erreichten Positionen, indem er den ursprünglichen
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Ansatz mit unbeschränkter Patentierbarkeit von Software
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wiederherstellte. Am 7. März 2005 wurde die Ratsposition angenommen - unter
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Missachtung von regionalen und nationalen politischen Prozessen, sowie
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den
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<a href="http://swpat.ffii.org/archiv/zitate/index.de.html#mopoko0207">
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wissenschaftlichen Erkenntnissen der deutschen Monopolkommission</a>, die
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regelmäßig Berichte über Gefahren für die Wettbewerbsfähigkeit an die
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Bundesregierung Deutschland abgibt; dem
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<a href="http://www.researchoninnovation.org/patent.pdf">Massachussetts
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Institute of Technology (MIT)</a>; der <a href="http://www.researchoninnovation.org/swpat.pdf">Boston University
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School of Law</a>;
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<a href="http://www.dbresearch.com/PROD/DBR_INTERNET_EN-PROD/PROD0000000000175949.pdf">Deutsche Bank Research</a>;
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<a href="http://www.pwc.com/Extweb/pwcpublications.nsf/docid/EC6DE73A846581CE80256EFD002E41FB">Price
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Waterhouse Coopers</a>; und der
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<a href="http://www.ftc.gov/os/2003/10/innovationrpt.pdf">US Federal Trade Commission</a>.</p>
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<p>Patente auf Software gelten als die schlimmsten Bedrohungen für
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wissensbasierte Industrien. Indem sie die Softwareentwicklung
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einschränken, machen sie Computer unsicherer, unzuverlässiger und
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verhindern Wettbewerb auf niedrigster Ebene. Der Mangel an Wettbewerb
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und unkalkulierbare Risiken erhöhen die Kosten und vernichten
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Arbeitsplätze, wo immer die Wirtschaft von IKT auch abhängt.</p>
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<p>Die essentiellsten Entdeckungen auf dem Gebiet der IKT waren so
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erfolgreich, weil sie nicht patentiert wurden, wie zum Beispiel die
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Erfindung des World Wide Web durch Tim Berners-Lee. Würden
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Softwarepatente verordnet, so wüsste niemand auf der Welt, welche
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Entdeckung das nächste Word Wide Web hätte werden können.</p>
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<p>Am 6. Juli 2005 wird die Richtlinie noch einmal zur zweiten Lesung in
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das Europäische Parlament gelangen. Im Interesse von Europa und seinen
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demokratischen Wurzeln bitten wir sie eindringlich, einmal mehr die notwendigen
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Änderungen zu unterstützen um diese Softwarepatentrichtlinie in eine
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Richtlinie umzuwandeln, die Patente auf computergestütze Erfindungen
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erlaubt, jedoch Softwarepatentierung eindeutig verhindert.</p>
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<p>Georg Greve<br/>
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Präsident<br/>
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Free Software Foundation Europe (FSFE)</p>
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<p>
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Wenn sie ihren Namen, oder den ihrer Organisation auf dieser
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Listen hinzufügen möchten, kontaktieren sie bitte
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<a href="mailto:web@lists.fsfe.org">web@lists.fsfe.org</a>.
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</p>
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<signatories/>
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<translator/>
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