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  2. <html>
  3. <head>
  4. <title>Freie Software und Werkzeuge</title>
  5. <meta name="under-construction" content="true" />
  6. </head>
  7. <body>
  8. <h1>Freiheit!</h1>
  9. <h2>Was Freie Software und Werkzeuge gemeinsam haben</h2>
  10. <div id="introduction">
  11. <div class="image">
  12. <img alt="Stars" src="/graphics/stars-smaller.png" />
  13. </div>
  14. <h2>Ein Vergleich</h2>
  15. <p>Freie Software gibt uns grundlegende Freiheiten, die uns andere Software
  16. verwehrt. Die meisten haben sich an solche schwerwiegenden Einschränkungen
  17. gewöhnt. Deswegen macht erst ein Vergleich deutlich, wie sehr uns der Einsatz
  18. unfreier Software behindert.</p>
  19. <p>Freie Software darf wie Werkzeug benutzt werden. Lassen Sie uns ausmalen,
  20. welch absurde Folgen es hätte, wenn zum Beispiel Schraubenzieher nur noch so
  21. beschränkt wie unfreie Software benutzt werden dürften:</p>
  22. </div>
  23. <ol>
  24. <!--1--><li>Schraubenzieher wären nicht mehr standardisiert und würden
  25. nur noch zu Schrauben derselben Firma passen.</li>
  26. <!--2--><li>SchraubenzieherLizenzen würden nur das Öffnen von Schrauben
  27. erlauben. Zum Festschrauben müssten wir teurere Schraubenzieher dieser
  28. Firma kaufen.</li>
  29. <!--3--><li>Nur ein Unternehmen dürfte Schraubenzieher bauen, weil diese
  30. Idee patentiert wäre. Erst in einem teuren Prozess könnte vielleicht das
  31. allgemeine Recht erstritten werden, Schrauben zum Beispiel auch mit Zangen
  32. zu benutzen.</li>
  33. <!--4--><li>Wir dürften gekaufte Schraubenzieher nicht an unsere Bedürfnisse
  34. anpassen. Es wäre zum Beispiel verboten, ein texturiertes Klebeband um den
  35. Griff zu wickeln, damit uns der Schraubenzie-her nicht so leicht aus der
  36. Hand rutscht.</li>
  37. <!--5--><li>Es wäre ein Verbrechen, kaputte Schraubenzieher ohne Erlaubnis
  38. der herstellenden Firma zu reparieren.</li>
  39. <!--6--><li>Es würden dauernd neue Schraubenzieher und Schrauben auf den Markt
  40. gebracht, die nicht mit den alten Modellen funktionieren. Wir müssten also
  41. laufend neue Schraubenzieher kaufen, um neue Geräte warten zu können.</li>
  42. <!--7--><li>Es wäre strafbar, Schraubenzieher zu verleihen oder weiter
  43. zu verkaufen.</li>
  44. <!--8--><li>Schraubenzieher würden uns versteckt überwachen und die so
  45. gesammelten Informationen unmerklich an Unbekannte weiterleiten können.</li>
  46. </ol>
  47. <p>Niemand würde Schraubenzieher benutzen, deren Verwendung derart beschränkt
  48. ist. Es gibt keinen vernünftigen Grund, solche Bedingungen zu akzeptieren. Bei
  49. Software genauso wenig wie bei anderen Werkzeugen.</p>
  50. <p>Auch in der EDV sind jene Freiheiten möglich, die wir bei Werkzeugen
  51. selbstverständlich finden. Freie Programme wie Firefox und Libre Office dürfen
  52. wir sorglos überall installieren. Ihre Dateien sind auch nach Jahren noch mit
  53. verschiedenen Programmen brauchbar, denn sie verwenden Offene Standards. Wenn
  54. wir ein GNU/Linux Betriebssystem verwenden, können uns Konzerne wie Microsoft
  55. und Apple keine für uns nachteiligen Bedingungen mehr aufdrängen.</p>
  56. <h2>Das ist Freie Software</h2>
  57. <ol>
  58. <li><b>Verwenden:</b> Wir dürfen sie ohne Nutzungsbeschränkungen beliebig
  59. einsetzen.</li>
  60. <li><b>Verstehen:</b> Wir dürfen sie untersuchen und an unsere Bedürfnisse
  61. anpassen (lassen).</li>
  62. <li><b>Verbreiten:</b> Wir dürfen anderen helfen und Kopien der Software
  63. an sie weitergeben.</li>
  64. <li><b>Verbessern:</b> Wir dürfen unsere verbesserten Versionen
  65. veröffentlichen, sodass alle davon profitieren können.</li>
  66. </ol>
  67. <p><b>Nur wenn wir all diese Freiheiten tatsächlich nutzen können, ist es
  68. wirklich Freie Software.</b></p>
  69. <h2>Gratis ist nicht gleich frei</h2>
  70. <p>Es gibt auch beschränkte Software, die kostenlos verwendet werden darf.
  71. Freeware bzw. Shareware ist zwar gratis, aber bietet nicht die oben
  72. ausgeführten Freiheiten. Freeware befreit uns daher nicht aus der Abhängigkeit
  73. von vertreibenden Unternehmen.</p>
  74. <h2>Frei ist nicht gleich gratis</h2>
  75. <p>Manchmal wird Freie Software auch verkauft. Wir bezahlen dann aber nicht für
  76. die weiterhin kostenlos verfügbare Software, sondern für zusätzliche Leistungen
  77. wie zum Beispiel die Zusammenstellung ganzer Softwarepakete (Distributionen)
  78. oder Telefonsupport.</p>
  79. <p>Die GNU GPL (General Public Licence) ist das bekannteste Kennzeichen für
  80. Freie Software. Das CopyleftZeichen zeigt an, dass alle Ableitungen des Werkes
  81. die im Original gewährten Freiheiten bewahren müssen.</p>
  82. <h2>Profitmaximierung ...</h2>
  83. <p>In vielen Unternehmen steht Profitmaximierung über allem. Programme solcher
  84. Betriebe beschränken uns technisch und rechtlich rücksichtslos immer stärker
  85. auf das, was diesen Unternehmen Gewinne bringt. Um trotzdem keine Kundschaft zu
  86. verlieren, machen sie den Umstieg auf Alternativen so schwer wie möglich. Sie
  87. verbergen gezielt, was in ihren Programmen vorgeht und verhindern damit
  88. Konkurrenz genauso wie rechtstaatliche Kontrollen.</p>
  89. <p>Auch wenn manche skrupellosen Programme wegen ihrer großen Verbreitung als
  90. die im Moment bequemste Option erscheinen: Sollten wir nicht besser nur
  91. Programme nutzen, die völlig offenlegen, was in ihnen (mit unseren Daten)
  92. passiert?</p>
  93. <h2>... oder Lösungen</h2>
  94. <p>Es gibt Software, die nicht für Profite, sondern zur Lösung konkreter
  95. Aufgaben entwickelt wird. Sie wird von jenen ermöglicht, die sie nutzen wollen.
  96. Niemand hätte etwas davon diese Programme absichtlich zu beschränken, niemand
  97. verstümmelt sie um sich dadurch bereichern zu können. Viele dieser Programme
  98. werden unter freien Lizenzen veröffentlicht, diese sind fortan Freie
  99. Software.</p>
  100. <p>In Freier Software können auf Dauer keine schädlichen oder überwachenden
  101. Funktionen versteckt werden, da wir alle sie untersuchen und verändern
  102. dürfen.</p>
  103. <p>Immer mehr Menschen haben es satt, eingeschränkt und überwacht zu werden.
  104. Freie Programme werden stätig weiter entwickelt, dabei wächst nicht nur die
  105. Qualität und Vielfalt Freier Software, sondern auch die Zahl jener, die sie
  106. einsetzen.</p>
  107. <p>Weigern Sie sich, bloß als Geldquelle betrachtet und unter fragwürdigen
  108. Vorwänden beschränkt zu werden: Bevorzugen auch Sie Freie Software, wo immer
  109. Sie Gelegenheit dazu haben!</p>
  110. <h2>Buchtipp</h2>
  111. <p>Richard M. Stallman startete in den frühen 1980er Jahren das GNUProjekt mit
  112. dem Ziel eines freien Betriebssystems. Er ist der geistige Urvater der
  113. Freie-Software-Bewegung und seine Aufsätze in diesem Buch erklären nicht nur
  114. die grundlegenden Ideen hinter dieser Befreiungsbewegung, sondern auch die
  115. vielfältigen Gefahren, die von proprietärer Software ausgehen.</p>
  116. <p>Das Buch kann vom Shop der Free Software Foundation auch kostenlos als
  117. freies E-Book im PDF-Format heruntergeladen werden.</p>
  118. <h2>Quellen</h2>
  119. <ul>
  120. <li>Für Freie Software geeignete Computer: h-node.com/home/index/de</li>
  121. <li>Freie Betriebssysteme zum Download: gnu.org/distros/free-distros.html</li>
  122. <li>Übersicht über Freie Software: directory.fsf.org</li>
  123. <li>Suchmaschine ohne Nutzungsdatensammlung: duckduckgo.com</li>
  124. <li>Straßenkarten ohne Nutzungsdatensammlung: openstreetmap.org</li>
  125. <li>Infos über Geräte, die uns absichtlich behindern:
  126. defectivebydesign.org</li>
  127. <li>Allgemeine Informationen zu Freier Software: fsfe.org</li>
  128. </ul>
  129. </body>
  130. <timestamp>$Date: 2012-17-06 15:31:58 +0200 (Tue, 17 Jul 2012) $ $Author:
  131. alessandro.polvani $</timestamp>
  132. </html>