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201109-germany-berlin.de.xhtml 47KB

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  1. <?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>
  2. <html>
  3. <head>
  4. <title>Landtagswahl Berlin 2011</title>
  5. </head>
  6. <body>
  7. <p id="category"><a href="/campaigns/askyourcandidates/askyourcandidates.html">Ask your candidates</a></p>
  8. <h1>Landtagswahl Berlin 2011</h1>
  9. <p>Auf dieser Seite stehen die Antworten einiger der in Berlin zur Wahl stehenden Parteien auf die Wahlprüfsteine der FSFE. Eine kurze Zusammenfassung dieser Antworten finden Sie in der zugehörigen <a href="/news/2011/news-20110913-01.de.html">Pressemitteilung</a>.</p>
  10. <h2>Antworten der Parteien</h2>
  11. <p class="question">
  12. <strong>1. </strong>Planen Sie, Freie Software zu fördern? Wenn ja: wie? Planen Sie auch,
  13. gezielt kleine und mittelständische Freie-Software-Unternehmen zu
  14. fördern; und wenn ja, wie?
  15. </p>
  16. <p class="answer fdp">
  17. <strong>FDP:</strong>
  18. Ja, die FDP Berlin plant Freie Software zu fördern. Wie in kaum einer
  19. anderen Region Deutschlands findet sich in Berlin eine kreative und
  20. produktive IT-Branche, die sämtliche Bereiche der Entwicklung, Produktion
  21. und Beratung von IT-Projekten abdeckt. Um von diesem Umstand zukünftig
  22. noch mehr profitieren zu können, muss der Senat Schritte unternehmen,
  23. dieses Potential angemessen zu nutzen und für laufende Entwicklungen
  24. besser einzubinden. Software mit offenen Quellen bietet Vorteile bei
  25. zahlreichen Diensten. Die Berliner FDP fordert deshalb den Einsatz von
  26. Open-Source-Software zunächst bei Geo-Datendiensten,
  27. Verwaltungsinformationsdiensten und der Bauleitplanung. Die Berliner FDP
  28. setzt sich für eine verstärkte Nutzung von Open Source Lösungen ein, die
  29. nicht nur dem Land Berlin hohe Lizenzgebühren spart, sondern gleichzeitig
  30. die regionale IT-Community unterstützt.<br />
  31. Die FDP will öffentliche Vergaben mittelstandsfreundlich im Sinne der
  32. Unternehmen der Region gestalten. Hierfür sind öffentliche Aufträge so in
  33. Vergabelose aufzuteilen, dass kleinen und mittelgroßen Betrieben die
  34. Teilnahme an der öffentlichen Auftragsvergabe erleichtert wird. Gleiche
  35. Vorgaben sind auch für die Landesbeteiligungen erforderlich. Die
  36. Expertise der mittelständischen IT-Unternehmen der Region muss intensiver
  37. genutzt werden.
  38. </p>
  39. <p class="answer colorless">
  40. <strong>Freie Wähler Berlin:</strong> siehe Antwort auf Frage 2.
  41. </p>
  42. <p class="answer diegrüne">
  43. <strong>Die Grünen:</strong>
  44. Bündnis 90/Die Grünen tragen in Berlin in vielfältiger Weise zur
  45. Förderung von Freier Software bei. Diese Unterstützung findet sowohl
  46. durch aktive Teilnahme in entsprechenden Communities, als auch durch
  47. diverse parlamentarische Initiativen statt.<br />
  48. In der 15. und 16. Wahlperiode, also seit mindestens 10 Jahren, haben wir
  49. uns intensiv mit dem Thema Open Source Software befasst, Anfragen und
  50. Anträge dazu eingebracht, Reisen zu den Anwenderstädten München und Wien
  51. unternommen, den Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern
  52. gepflegt und uns mit Vertreterinnen und Vertretern der Softwarebranche
  53. getroffen.<br />
  54. Dabei waren wir stets bestrebt, vor allem kleine und mittelständische
  55. Unternehmen, die vor allem für die Berliner IT-Wirtschaft repräsentativ
  56. sind, zu berücksichtigen. Diese Unternehmen sind unserer Meinung nach
  57. unverzichtbar, da sie durch ihre Innovationskraft glänzen und für den
  58. Berliner Arbeitsmarkt bedeutend sind. Wir unterstützen auch Netzwerke,
  59. wie „Open Source Berlin“, die notwendig sind, um die Kräfte der
  60. Softwareunternehmen zu bündeln und gemeinsame Lobby- und
  61. Vermarktungsstrategien für Open Source Software zu entwickeln. Hier
  62. garantieren wir eine stärkere Rückendeckung der politischen Führung,
  63. sollten wir in Regierungsverantwortung kommen. Als Auftraggeberin könnten
  64. die Berliner Behörden und landeseigenen Betriebe mit gutem Beispiel voran
  65. gehen und mit einer klaren Open-Source-Strategie zur Förderung der
  66. Freien-Software-Unternehmen beitragen.<br />
  67. Unsere Anträge und Initiativen zur Umstellung der Berliner Verwaltung auf
  68. Open Source Software wurden allesamt von SPD/die Linke ersatzlos
  69. abgelehnt. Bereits 2007 hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen
  70. Stufenplan zur Umstellung auf wirklich freie und offene Systeme
  71. vorgelegt. Dabei wollen wir nach den Erfahrungen aus anderen Städten
  72. bewusst bei den Servern beginnen und die PC-Arbeitsplätze der
  73. Beschäftigten erst ans Ende der Umstellung setzen. Als ersten Schritt
  74. sind für alle Datenschnittstellen offene Standards mit einheitlichen
  75. Dateiformaten zu definieren. Als Zwischenschritt soll das gesamte
  76. datenbasierte Berichtswesen so aktualisiert werden, dass es
  77. programmunabhängig und browserbasiert eingesetzt werden kann. Alle Server
  78. sollen bei der Einführung von neuen Verfahren bzw. bei der Modifikation
  79. bestehender Verfahren nur noch Open Source basiert betrieben werden. Erst
  80. dann soll die Berliner Verwaltung, begleitet von intensiven
  81. Schulungsmaßnahmen, im Anwenderbereich auf OS umgestellt werden. Dieser
  82. Plan wurde von allen Fachleuten bei einer Ausschussanhörung als gangbarer
  83. und empfehlenswerter Weg begrüßt. Dennoch wurde der Antrag ersatzlos
  84. abgelehnt.<br />
  85. Der rot-rote Senat hatte bereits März 2006 in einem Bericht deutlich
  86. gemacht, dass er nicht die Komplettumstellung auf Open Source, sondern
  87. ein Mischkonzept verfolge. Das heißt im Klartext: Der Senat will auch
  88. zukünftig nicht auf Open-Source-Produkte umstellen, sondern hält an der
  89. ziellosen und unkoordinierten Beliebigkeit der eingesetzten Software
  90. fest.<br />
  91. Bisher wird OSS im Land Berlin vornehmlich im IT-Sicherheitsbereich
  92. eingesetzt. Es wird jedoch nicht daran gearbeitet, OSS in breiterem
  93. Rahmen verbindlich einzusetzen. Einzelne Anwendungen, wie z. B. die
  94. Umsetzung für den Einheitlichen Ansprechpartner im Rahmen der
  95. EU-Dienstleistungsrichtlinie auf Basis von OSS bilden die Ausnahme.
  96. Demzufolge stößt die offene IT-Architektur, wie sie der Senat
  97. proklamiert, in der Praxis an ihre Grenzen. Ein Berliner Pilotprojekt
  98. "Open4Future", in dem Fachverfahren auf Open Source getestet werden
  99. sollten, wurde vom  rot-roten Senat auf Eis gelegt.<br />
  100. Die Ausweitung des OS-Moduls für den Einheitlichen Ansprechpartner auf
  101. den gesamten Bereich der Bürger- und Ordnungsdienste wird zwar seit fast
  102. zwei Jahren angekündigt, es tut sich aber auch hier nichts.
  103. Möglicherweise wurde versäumt, die Nachnutzung vertraglich zu
  104. vereinbaren.<br />
  105. Hier zeigt sich erneut der mangelnde Steuerungswille des Senats. Das
  106. Thema Open Source wird als lästig empfunden, die strategischen Vorteile
  107. nicht erkannt. Es fehlen eine einheitliche IT-Strategie, kompetente
  108. Entscheidungsstrukturen und ein stringentes Vertrags- und
  109. Projektmanagement. Deshalb brauchen wir zur Umstellung auf OSS auch ein
  110. Lenkungsgremium, das verbindliche Entscheidungen auf Basis einer
  111. Open-Source-Strategie fällt, und einen Chief-Information-Officer (CIO)
  112. mit klaren Befugnissen zur Umsetzung.<br />
  113. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus hat übrigens 2010
  114. sowohl ihre komplette IT-Serverlandschaft als auch ihre, sehr oft als
  115. Schlüssel-Applikation angesehenen, kollaborativen Softwareanwendungen auf
  116. Open Source umgestellt.
  117. </p>
  118. <p class="answer dielinke">
  119. <strong>Die Linke:</strong>
  120. Freie Software wird in Berlin bereits seit Längerem gefördert. So wurde durch
  121. die LINKS geführte Senatsverwaltung für Wirtschaft gemeinsam mit Unternehmen
  122. und der Technologiestiftung das Netzwerk open source berlin gegründet und die
  123. Unterstützung für offene Software als Teil der IT-Strategie des Landes
  124. definiert. Mit "Berlin Open" und den Linux-Tagen fanden große
  125. Vernetzungstreffen für die Open-Software-Szene in unserer Stadt statt und
  126. wurden durch die Wirtschaftsverwaltung unterstützt. Mit dem "Desktop Summit"
  127. tagten im August diesen Jahres die international renommierteste Konferenz für
  128. freie Systeme in Berlin. Auf diesem Kongress wurden auch die Gewinner des
  129. Wettbewerbs "Open Source Berlin" ausgezeichnet.<br />
  130. Berlin ist bereits Open-Source-Hauptstadt, mehrere hundert Unternehmen
  131. erarbeiten Produkte und Dienstleistungen rund um Open Source. Kleine- und
  132. Kleinunternehmen der IT-Branche wurden in den vergangenen Jahren bereits
  133. konsequent und nachhaltig unterstützt, unter anderem durch die
  134. Vernetzungsstrukturen im Rahmen des "Projekt Zukunft", durch bedarfsgerechte
  135. Mikrokredite und Finanzierungsinstrumente sowie durch die Nachfrage der
  136. öffentlichen Beschaffung. Zudem sind innerhalb der Innovationsstrategien der
  137. Region Berlin-Brandenburg mit den Clustern u.a. zur Verkehr/Mobilität,
  138. Gesundheitswirtschaft und auch direkt IKT/Medien/Kreativwirtschaft
  139. Kooperationsprozesse angeschoben worden, die auf die Situation der vielen
  140. kleinen Unternehmen positiv gewirkt haben. Über die Hälfte der kleinen und
  141. mittleren Unternehmen in Berlin bezeichnet laut aktuellen KMU-Report der
  142. Investitionsbank IBB ihre aktuelle Lage als sehr gut bis gut – der zweitbeste
  143. Wert in den letzten zehn Jahren.<br />
  144. Dieses Engagement des Landes wollen wir konsequent weiter führen,
  145. insbesondere durch die noch bessere Vernetzung von Wissenschaft und
  146. IT-Wirtschaft sowie durch den flächendeckenden Einsatz freier Software in
  147. Verwaltung und öffentlichen Unternehmen. Die IT-Strategie des Landes muss
  148. dahingehend überarbeitet werden, offene Software zum Standard in der Berliner
  149. Verwaltung zu erklären.
  150. </p>
  151. <p class="answer colorless">
  152. <strong>Partei Mensch Umwelt Tierschutz:</strong>
  153. Wir wollen, dass die vom Abgeordnetenhaus von Berlin in der 16.
  154. Wahlperiode zur Nutzung von freier Software gefassten Beschlüsse endlich
  155. konsequent umgesetzt werden. Freie Software bietet den großen Vorteil,
  156. dass sie inklusive der Einarbeitungskosten in der Regel langfristig
  157. günstiger sind als ihre kommerziellen Konkurrenzprodukte, die unter
  158. proprietärer Lizenz laufen. Natürlich geht mit der Nutzung freier
  159. Software in öffentlichen Verwaltungen sofort eine viel größere Akzeptanz
  160. dieser Software einher, wie man am Beispiel des Projektes LiMux sehen
  161. kann. <br />
  162. Insbesondere im Bereich der Schaffung einer offenen W-LAN-Struktur in der
  163. Stadt Berlin können wir uns vorstellen, Unternehmen und Ideen zu
  164. verknüpfen: Das könnte z.B. durch Ideenwettbewerbe geschehen. Unserer
  165. Ansicht nach bleiben gute Ideen im Bereich der neuen Medien leider viel
  166. zu oft ungenutzt, da Unternehmen keinen Zugang zu Visionären finden. Dort
  167. kann die Stadt eine Brückenfunktion übernehmen.
  168. </p>
  169. <p class="answer piraten">
  170. <strong>Die Piraten:</strong>
  171. Die PIRATEN Berlin setzen sich für freie Software ein und wollen den
  172. Einsatz von freien Standards in der Verwaltung stärker forcieren. Dabei
  173. sollen natürlich auch kleine und mittelständische Unternehmen beauftragt
  174. werden, eine direkte Förderung durch Subventionen lehnen wir ab.
  175. Allerdings wollen wir, dass jede Software, die mit Mitteln des Landes
  176. Berlin finanziert wird, die Ansprüche von Open Source erfüllt und damit
  177. allen Menschen zur Verfügung steht.
  178. </p>
  179. <p class="answer spd">
  180. <strong>SPD:</strong>
  181. Ja, wir planen die Förderung von Freier Software durch ein Festhalten am
  182. bzw. einem noch konsequenteren Durchsetzen des Bekenntnisses zur Strategie
  183. offener Standards und Plattformunabhängigkeit bei der Beschaffung von
  184. Software im Rahmen der öffentlichen Verwaltung sowie öffentlicher
  185. Unternehmen.<br />
  186. In diesem Zusammenhang haben und werden wir weiterhin, insbesondere auch im
  187. Rahmen des städtischen IT-Dienstleistungszentrums, einen verstärkten Aufbau
  188. von Angeboten und Kompetenzen im Bereich Freier Software verfolgen.<br />
  189. Desweiteren ist vor allem zur Förderung kleiner und mittelständischer
  190. Unternehmen ein Ausbau entsprechender Vernetzungs- und Förderangebote
  191. geplant, um die "Open-Source-Region" Berlin zu stärken. Hierbei gilt es auf
  192. den Ergebnissen der <a
  193. href="http://www.tsb-berlin.de/data/files/Downloads/Publikationen_aktuell/Studien-Potenzialanalyse.pdf">
  194. Potentialanalyse der TSB Berlin</a> aufzubauen bzw. die diesbezüglichen
  195. Initiativen wie bspw. <a
  196. href="http://www.opensourceberlin.de">opensourceberlin.de</a> weiterhin
  197. zu fördern bzw. auszuweiten.
  198. </p>
  199. <p class="question">
  200. <strong>2. </strong>Bei unfreier Software bestimmt allein der Hersteller, wer die Software
  201. verändern darf. Dies führt zu Dienstleistungsmonopolen und, damit
  202. verbunden, zu Herstellerabhängigkeit. Planen Sie, etwas gegen diese
  203. Dienstleistungsmonopole im Softwarebereich zu tun?
  204. </p>
  205. <p class="answer fdp">
  206. <strong>FDP:</strong>
  207. Die FDP fordert bei der Vergabeentscheidung im öffentlichen Bereich die
  208. Dienstleistungskosten für die Software mit einzubeziehen. Durch die
  209. Betrachtung sämtlicher Kostenfaktoren der einzelnen Alternativen kann ein
  210. fairer Wettbewerb gewährleistet und das beste Angebot für das Land Berlin
  211. ermittelt werden. Bei anstehenden größeren Software–Updates ist darüber
  212. hinaus rechtzeitig eine neue Grundsatzentscheidung über die Wahl der
  213. Software und des Herstellers zu treffen, um einer spezifischen
  214. Abhängigkeit entgegenzuwirken.
  215. </p>
  216. <p class="answer colorless">
  217. <strong>Freie Wähler Berlin:</strong>
  218. Ganz grundsätzlich setzen wir FREIE WÄHLER uns aktiv für die Erweiterung
  219. der Wahlmöglichkeiten in allen Feldern ein. Dies bedeutet für uns auch den
  220. Verzicht auf vorschnelle Festlegungen auf ideologisch vermeintlich richtige
  221. oder politisch korrekte Positionen, wenn diese in Wirklichkeit die
  222. Handlungsoptionen einer Gesellschaft insgesamt einschränken.<br />
  223. Der Begriffsgegensatz von “freier” und “unfreier” Software erscheint uns
  224. ideologisch gefärbt zu sein. Für treffender und wertfreier halten wir die
  225. Begriffe “Open Source” (also öffentlich zugänglicher Quellcode) und “Closed
  226. Source” (nicht öffentlich zugänglicher Quellcode). Auch wenn quelloffene
  227. Software viele Vorteile hat, haben Privatpersonen und Unternehmen jedes
  228. Recht, den auf ihre Kosten entwickelte Software-Quelltext nicht öffentlich
  229. zugänglich zu machen, da sie über ihr eigenes Eigentum frei verfügen und
  230. daher auch über die Bedingungen der Nutzung frei entscheiden können sollen.
  231. Allerdings werden wir uns dafür einsetzen, offensichtliche
  232. Benachteiligungen von quelloffener Software im Rahmen der
  233. verfassungsrechtlichen Möglichkeiten zu beseitigen.<br />
  234. Monopole lehnen wir FREIEN WÄHLER generell ab, da diese das Funktionieren
  235. einer freien und sozialen Marktwirtschaft beeinträchtigen. Die Beseitigung
  236. oder Minderung von Monopolen ist allerdings immer ein Eingriff in das freie
  237. Marktgeschehen und muss daher sorgfältig abgewogen und behutsam
  238. durchgeführt werden, um nicht die nächsten Monopole zu schaffen. Im
  239. Ergebnis entscheidet der Markt, ob eher quelloffene Software oder nicht
  240. quelloffene Software erfolgreich ist. Hierbei sind nicht nur Lizenzgebühren
  241. (oder das Entfallen derselben), sondern die Gesamtkosten des Betriebs, der
  242. Schulung und der Pflege bzw. Weiterentwicklung sowie die Zukunftssicherheit
  243. von einzelnen Anschaffungsentscheidungen relevant. Verschiedene auch
  244. herstellerunabhängige Untersuchungen kommen zu gemischten Ergebnissen im
  245. Vergleich von quelloffener zu nicht-quelloffener Software. Hier werden wir
  246. uns nicht auf eine Seite schlagen, nur weil es gerade en vogue ist, für
  247. “freie” Software zu sein.<br />
  248. Der Begriff “Herstellerabhängigkeit” ist ebenfalls irreführend. Auch ein
  249. Stück Software, das von einer “Community” von manchmal nur wenigen
  250. Entwicklern gepflegt wird, führt Unternehmen ohne eigene
  251. Entwicklerkapazitäten in Abhängigkeiten. Gab es nicht viele
  252. Software-Projekte etwa im Linux-Bereich, die nicht fortgeführt wurden, weil
  253. das Interesse der Community sich schlicht auf spannendere Projekte
  254. verlagert hatte? Kleine Unternehmen oder auch Behörden können nicht einfach
  255. genügend Entwickler selbst bezahlen, um solche Software dennoch weiter zu
  256. entwickeln. Hier schaffen große kommerzielle Software-Anbieter eine andere
  257. langfristige Verlässlichkeit (auch wenn dies vielen nicht “schmeckt”). Es
  258. muss stets im Einzelfall abgewogen werden - es gibt keine simple
  259. Schwarz-Weiß-Entscheidung, wonach “freie” Software immer die bessere Lösung
  260. ist.
  261. </p>
  262. <p class="answer diegrüne">
  263. <strong>Die Grünen:</strong>
  264. Wie oben beschrieben, verfolgen wir eine klare Open-Source-Strategie für
  265. die öffentliche Verwaltung. Diese muss sich auch in den
  266. Ausschreibungsanforderungen niederschlagen. Auf diese Weise würde
  267. verhindert, das marktführende proprietäre Anbieter Monopolstellungen
  268. einnehmen und ausbauen könnten.<br />
  269. Wir haben 2010 auch einen Antrag zur Verhinderung marktbeherrschender
  270. Standards bei der Umsetzung des IT-Staatsvertrages initiiert und
  271. erfolgreich zum einstimmigen Beschluss des Abgeordnetenhauses geführt.
  272. Damit sollte verhindert werden, dass die im IT-Staatsvertrag festgelegte
  273. vorrangige Verwendung bestehender Marktstandards zu marktbeherrschenden
  274. Positionen von Anbietern dieser technischen Standards führt. Ferner wurde
  275. der Senat durch den Beschluss aufgefordert im IT-Planungsrat darauf
  276. hinzuwirken, bei der Definition von technischen IT-Standards vorrangig
  277. auf offene IT-Standards zu setzen, auch um so zu verhindern, dass
  278. marktbeherrschenden Positionen Vorschub geleistet wird.
  279. </p>
  280. <p class="answer dielinke">
  281. <strong>Die Linke:</strong>
  282. Wir setzen uns seit langem für den Abschied von proprietärer Software in der
  283. öffentlichen Verwaltung ein und befördern die Anwendung offener Standards in
  284. allen privaten und öffentlichen Bereichen. Die Abhängigkeit von proprietären
  285. Standards erweist sich vielerorts auch als Hindernis für einen schnellen
  286. Umstieg. Bei der spezifischen Berliner Wirtschaftsstruktur mit ihrem hohen
  287. Dienstleistungsanteil kann die Umstellung auf Open-Source-Software
  288. zusätzliche Wachstumspotenziale entfalten. Aus diesem Grund wollen wir, wie
  289. oben dargestellt, weiter konsequent auf offene Software umstellen.
  290. </p>
  291. <p class="answer colorless">
  292. <strong>Partei Mensch Umwelt Tierschutz:</strong>
  293. Zumindest für den Bereich der Software, die das Abgeordnetenhaus oder der
  294. Senat in Auftrag gibt, kann so etwas verhindert werden: Wir fordern, dass
  295. Software, die für staatliche Institutionen erarbeitet werden,
  296. grundsätzlich unter freier Lizenz veröffentlicht wird, da diese Software
  297. auch aus öffentlichen Steuergeldern finanziert wurde. Dies schafft nicht
  298. nur Herstellerunabhängigkeit, sondern auch mehr Transparenz in den
  299. Ausgaben: Durch eine offene Haltung wird besser nachvollziehbar, ob der
  300. Umfang der Software auch die Höhe der Ausgaben rechtfertigt.
  301. </p>
  302. <p class="answer piraten">
  303. <strong>Die Piraten:</strong>
  304. Entsprechend unserer Antwort unter Punkt 1 wollen wir jede Software, die
  305. für das Land Berlin erstellt wird, unter einer geeigneten Open Source
  306. Lizenz zur Verfügung stellen. Dies führt dazu, dass kein
  307. Dienstleistungsmonopol mehr existiert. Jederzeit können andere
  308. Dienstleister die Software ändern bzw. benötigte Module erstellen. Wenn
  309. bereits Open Source Produkte für eine bestimmte Aufgabe in der Verwaltung
  310. vorhanden sind, muss die Verwaltung ihre Prozesse auf diese Open-
  311. Source-Software umstellen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die
  312. Textverarbeitung. Durch eine Umstellung auf eine freie Alternative zu
  313. Microsoft Produkten können Berliner Anbieter spezifische Lösungen für
  314. Verwaltungsaufgaben erstellen und bereits vorhandene Produkte für Berlin
  315. anpassen - Beispiel Münchener Lösung für Textbausteine in Verwaltungen.
  316. </p>
  317. <p class="answer spd">
  318. <strong>SPD:</strong>
  319. Die oben ausgeführten Strategien der Plattformunabhängigkeit und offenen
  320. Standards verfolgen genau dieses Ziel reduzierter Herstellerabhängigkeit.
  321. Allerdings ist das ein längerfristiger Prozess, da eine
  322. kurzfristig-flächendeckende Umstellung auf Open-Source-Produkte sowohl
  323. finanziell als auch organisatorisch derzeit noch zu aufwändig ist.
  324. </p>
  325. <p class="question">
  326. <strong>3. </strong>Eine konsequente Umsetzung Offener Standards in der öffentlichen
  327. Verwaltung ermöglicht einen Wettbewerb unter Software-Unternehmen.
  328. Stimmen Sie der <a href="/activities/os/def.html">Definition Offener Standards</a>
  329. zu? Treten Sie für einen
  330. konsequenten Einsatz Offener Standards in der Verwaltung ein und wenn
  331. ja: Wie wollen sie dabei vorgehen?</p>
  332. <p class="answer fdp">
  333. <strong>FDP:</strong>
  334. Der unter <a
  335. href="/activities/os/def.html">http://www.fsfe.org/activities/os/def.de.html</a>
  336. dargestellten Definition stimmen wir zu, auch der engeren Fassung, wie
  337. sie in den Punkten 4 und 5 formuliert ist. Fraglich ist nur, ob diese
  338. entsprechend in öffentlichen Ausschreibungen umgesetzt werden kann.<br />
  339. Ja, die FDP Berlin tritt für einen konsequenten Einsatz Offener Standards
  340. ein. Bereits bestehende Vorgaben über die Verwendung von offenen
  341. Standards der Verwaltung sind konsequent umzusetzen. Insbesondere in der
  342. internen Arbeit der Berliner Verwaltung sind offene Standards zu nutzen.
  343. Auch wenn leider immer noch einzelne Hauptverwaltungen sich auf ihre
  344. Ressorthoheit zurückziehen und Auflagen nicht umsetzen, ist es nach
  345. Auffassung der FDP weiterhin sinnvoll und möglich, durch einheitliche
  346. Vorgaben den Einsatz Offener Standards flächendeckend in der Berliner
  347. Verwaltung durchzusetzen. Besonders die Berliner Bezirksverwaltungen und
  348. deren uneinheitliche IT-Struktur benötigen einen einheitlichen und
  349. konsequenten Einsatz von Offenen Standards.<br />
  350. Um eine Umsetzung zu fördern, setzt sich die FDP dafür ein, dass bei
  351. öffentlichen Vergaben die Option Offener Standards immer abgefragt wird,
  352. während deren Nicht-Berücksichtigung grundsätzlich zu begründen ist.
  353. Zudem ist die Verwaltung weiterhin über die Vorteile von Offenen
  354. Standards zu informieren und zu schulen.
  355. </p>
  356. <p class="answer colorless">
  357. <strong>Freie Wähler Berlin:</strong>
  358. Offene und vor allem einheitliche Standards sind das Erfolgsgeheimnis der
  359. deutschen Wirtschaft bereits seit der Gründerzeit. Wir FREIEN WÄHLER sind
  360. daher für Produktnormen in möglichst vielen Bereichen, auch im
  361. Software-Bereich. Interoperabilität, offene und dokumentierte
  362. Schnittstellen und einheitliche Standards beispielsweise bei
  363. Dokument-Formaten werden wir fördern und fordern, beispielsweise in dem wir
  364. uns dafür einsetzen, dass Behörden (unabhängig von der verwendeten
  365. Anwendungs-Software) nur offen dokumentierte, herstellerunabhängige,
  366. standardisierte Dateiformate einsetzen.<br />
  367. Die Definition des FSFE zu offenen Standards ist interessant, aber wir sind
  368. nicht tief genug in der Diskussion, um hier vernünftigerweise eindeutig
  369. Stellung beziehen zu können.
  370. </p>
  371. <p class="answer diegrüne">
  372. <strong>Die Grünen:</strong>
  373. Ja, wir stimmen dieser Definition nicht nur vorbehaltlos zu, sondern
  374. tragen, wie bereits vorab beschrieben, aktiv dazu bei, die Realisierung
  375. bei IT-Vorhaben in der Berliner Verwaltung zu fördern.
  376. </p>
  377. <p class="answer dielinke">
  378. <strong>Die Linke:</strong>
  379. Berliner Verwaltungen stellen Stück für Stück bereits ihre Serverstrukturen
  380. auf freie Software um, Vorreiter ist hier die Wirtschaftsverwaltung. Diese
  381. Umstellung muss mit Nachdruck vorangetrieben werden. 2014 laufen die Verträge
  382. des Landes für die Desktop-Arbeitsplätze aus. Nun kommt es darauf an, die
  383. Umstellung auch dieser Rechner auf freie Software vorzubereiten. In diesem
  384. Zusammenhang muss natürlich auch auf einen verstärkten Einsatz offener
  385. Standards gesetzt werden, um die Kompatibilität zu erhöhen und die
  386. Weiterverarbeitung zu gewährleisten. Dies ist für das vom LINKEN
  387. Wirtschaftssenator mit initiierte und am 14. September startende Open
  388. Data-Portal Berlin von Vorteil. Dabei muss die Akzeptanz bei den
  389. Verantwortlichen und bei den Beschäftigten für offene Software und offene
  390. Standards verbessert werden.
  391. </p>
  392. <p class="answer colorless">
  393. <strong>Partei Mensch Umwelt Tierschutz:</strong>
  394. Ja. Wir stimmen dieser Definition zu. Wir werden das Abgeordnetenhaus an
  395. seine in der 16. Wahlperiode gefassten Beschlüsse erinnern. Des Weiteren
  396. sind wir der Meinung, dass die Verwaltung dort, wo es möglich ist, auf
  397. Offene Standards nutzen sollte.
  398. </p>
  399. <p class="answer piraten">
  400. <strong>Die Piraten:</strong>
  401. Ja, wir teilen diese Definition und treten für den Einsatz offener
  402. Standards in der Verwaltung ein. Wir treten für eine konsequente
  403. Umsetzung des OpenData- Gedankens ein. Alle veröffentlichten Daten müssen
  404. in Formaten vorliegen, die nicht unter der Kontrolle einer juristischen
  405. Person oder natürlichen Person liegen, sondern die für jeden frei
  406. zugänglich sind und frei weiter verwertet und verwendet werden können.
  407. Die Verwaltung muss mit einem Masterplan alle Vorgänge der Behörden
  408. prüfen. Wenn offene Alternativen vorhanden sind, sind diese zu nutzen und
  409. die Verwaltung dementsprechend umzugestalten. Wenn es noch keine offenen
  410. Standards gibt, sind diese, in Zusammenarbeit mit anderen Verwendern
  411. dieser Daten (z.B. anderen Kommunen), zu definieren und zu
  412. veröffentlichen. Diese Umstellung kostet Zeit und Geld und wird
  413. vermutlich nicht in einer Legislaturperiode umgesetzt werden können.
  414. Allein die Fragen der Archivierbarkeit und Nutzbarkeit von Daten nach
  415. langer Zeit, wenn Anbieter einer Software mit proprietären Formaten nicht
  416. mehr existieren, sind uns diese Mühen wert.
  417. </p>
  418. <p class="answer spd">
  419. <strong>SPD:</strong>
  420. Wir stimmen der Definition offener Standards der FSFE zu und wollen diese
  421. Definition bei zukünftigen Ausschreibungsverfahren berücksichtigen.
  422. </p>
  423. <p class="question">
  424. <strong>4. </strong>Beabsichtigt Ihre Partei, den Einsatz Freier Software in
  425. Bildungseinrichtungen zu fördern, um keine Produktschulung, sondern
  426. herstellerunabhängige Grundlagenschulung zu fördern? Wenn ja, wie?
  427. </p>
  428. <p class="answer fdp"> <strong>FDP:</strong>
  429. Ja, die FDP Berlin will eine herstellerunabhängige Grundlagenschulung in
  430. Bildungseinrichtungen. Grundsätzlich soll auch der Bildungsbereich, wie
  431. jeder andere Bereich auch, offene Standards bevorzugen. Dennoch sind
  432. gewisse Kenntnisse in herstellerspezifischen Produkten für eine praxisnahe
  433. Ausbildung oft unerlässlich. Schüler sollen aber in den IT-Schulungen
  434. hinsichtlich herstellerunabhängiger IT-Lösungen sensibilisiert und
  435. informiert werden.
  436. </p>
  437. <p class="answer colorless">
  438. <strong>Freie Wähler Berlin:</strong>
  439. Hier muss unterschieden werden zwischen der Schulung von Software, die als
  440. Qualifikation im Berufsleben oft vorausgesetzt wird, und allgemeinen
  441. Schulungen wie etwa zum Maschinenschreiben. Bei letzterem spräche aus Sicht
  442. der FREIEN WÄHLER viel dafür, hier nicht automatisch weit verbreitete
  443. kommerzielle Software einzusetzen, sondern quelloffene Pendants, um einen
  444. breiteren Überblick über die Software-Landschaft zu vermitteln. Ansonsten
  445. müssen sich Bildungsangebote nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage und
  446. dem Bedarf der beruflichen Vorbereitung richten.
  447. </p>
  448. <p class="answer diegrüne"> <strong>Die Grünen:</strong>
  449. Grundsätzlich sind Schulen frei, eigenständig Softwareprodukte für die
  450. Unterrichtsgestaltung auszuwählen. Es ist zu prüfen, ob im Rahmen
  451. einheitlicher Ausschreibungsstandards diese Freiheit für die Schulen
  452. eingeschränkt werden kann und soll. Dies stünde allerdings in einem
  453. gewissen Widerspruch in der von uns gewünschten Autonomie der Schulen. Auch
  454. die zahlreichen Unterrichts- und Sponsoringangebote proprietärer Firmen
  455. lassen sich von zentraler Stelle kaum unterbinden. Im Rahmen der Schulung
  456. durch den eEducation-Masterplan ist aber darauf hinzuwirken, ein
  457. Schulungsmodul über die Vorzüge von Freier Software anzubieten. Bei der
  458. weiteren Planung, den Ausschreibungen und der Umsetzung des Großprojektes
  459. eGovernment@School werden wir darauf hinwirken, dass Open Source Software
  460. zum Einsatz kommt.
  461. </p>
  462. <p class="answer dielinke">
  463. <strong>Die Linke:</strong>
  464. Die LINKE vertritt die Ansicht, dass es elementarer Bestandteil von
  465. Medienbildung sein muss, die Vielfalt von Software und Betriebssystemen
  466. kennen zu lernen. In diesem Sinne setzen wir uns dafür ein, dass Schülerinnen
  467. und Schüler mit Mehrfachpartitionen arbeiten können und so nicht nur lernen,
  468. einzelne Produkte zu nutzen, sondern lernen, selbstständig mit jeder Art von
  469. Software umzugehen. Dies erfordert auch eine bessere praxisnahe Aus- und
  470. Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern.
  471. </p>
  472. <p class="answer colorless">
  473. <strong>Partei Mensch Umwelt Tierschutz:</strong>
  474. Wir halten es für sinnvoll, dass bereits in der Lehrerausbildung für das
  475. Fach Informatik darauf geachtet wird, dass in der Ausbildung Kenntnisse
  476. im Bereich spezieller Software (proprietärer und Open-Source-Software)
  477. mit der Vermittlung von Grundlagenkenntnissen kombiniert wird. Gleiches
  478. gilt auch für Fortbildungen, die vom LISUM (Landesinstitut für Schule und
  479. Medien Berlin-Brandenburg) veranstaltet werden.<br />
  480. Die Nutzung spezieller Software hat den Vorteil, dass die Schüler in
  481. ihrer Bewerbung Produktkenntnisse vorweisen können, die einen Arbeitgeber
  482. davon überzeugen, dass der Bewerber ohne lange Einarbeitungszeit
  483. produktive Arbeit beginnen kann. Außerdem kann man die Theorie besser
  484. verstehen, wenn man sich in spezielle Programme eingearbeitet hat.<br />
  485. Genau so wichtig – speziell in der gymnasialen Ausbildung – ist aber auch
  486. die Vermittlung von Grundlagenwissen, damit sich die Schüler mit neuen
  487. Softwaretechnologien möglichst schnell zurecht finden können. <br />
  488. </p>
  489. <p class="answer piraten"> <strong>Die Piraten:</strong>
  490. Ja, wir wollen, dass im Unterricht nicht weiter Produkte eines Herstellers
  491. verwendet werden, sondern der generelle Umgang mit PC, Software und
  492. Internet gelehrt wird. Den Unterricht wollen wir verstärkt auf digitale
  493. Medien ausrichten, Lehrmittel sind unter freier Lizenz herzustellen und zu
  494. verwenden, um diese digital allen zur Verfügung stellen zu können.
  495. </p>
  496. <p class="answer spd">
  497. <strong>SPD:</strong>
  498. "Wir wollen eine Teilhabe aller an den Neuen Medien und wenden uns gegen
  499. die drohende informationelle Spaltung der Gesellschaft." (vgl.
  500. BERLINprogramm, S. 28). Darum treten wir für eine verbesserte Vermittlung
  501. von Medienkompetenz an den Berliner Schulen und Volkshochschulen ein.
  502. Hierbei muss auch die Vermittlung von der Idee und die Nutzung von
  503. Open-Data eine wichtige Rolle spielen.
  504. Darüber hinaus setzt sich die SPD Berlin dafür ein, dass Open-Data - also
  505. auch die Themen "frei verwendbare behördliche Daten" und "transparente
  506. Verwaltung" - im Lehrauftrag der politischen Bildung einen angemessenen
  507. Platz erhält und Schulen sowie die Landeszentrale für politische Bildung
  508. Berlin ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt werden. Ferner muss
  509. bereits in der Ausbildung von zukünftigen Mitarbeitern der Verwaltung der
  510. Umgang mit Open-Data vermittelt werden.<br />
  511. Die neue Zentral- und Landesbibliothek am Standort Tempelhof werden wir als
  512. "digitales Zentrum des Wissens" auf der Basis freier Software errichten.
  513. </p>
  514. <p class="question">
  515. <strong>5. </strong>Viele Behörden machen auf ihren Webseiten <a href="/campaigns/pdfreaders/buglist.html#DE">Werbung für unfreie
  516. Software</a>, z.B. in Form von Adobe Acrobat Reader. Was ist
  517. Ihre Meinung zu dieser Form von Werbung für unfreie Software und was
  518. werden Sie diesbezüglich tun?
  519. </p>
  520. <p class="answer fdp"> <strong>FDP:</strong>
  521. Der Servicegedanke für den einzelnen Besucher von Behördenwebsites steht
  522. für die FDP im Vordergrund.<br />
  523. Die Nutzung von Formaten, die eine kostenlose und ohne nennenswerten
  524. Aufwand verfügbare Software benötigen, ist dazu ein erster wichtiger
  525. Schritt. Dennoch ist es kein glückliches Signal, dass die öffentliche
  526. Verwaltung eine Software herausstellt, welche zwar kostenlos verwendet
  527. werden kann, aber nicht frei ist. Auch auf Alternativen (wie z.B. andere
  528. pdf-Reader) sollte deshalb parallel hingewiesen werden.
  529. </p>
  530. <p class="answer colorless">
  531. <strong>Freie Wähler Berlin:</strong>
  532. Das Portable Document Format (PDF) ist ein plattformunabhängiges
  533. Dateiformat und hat sich weltweit als Standard für die Archivierung und
  534. Darstellung von Dokumenten durchgesetzt. Eigentlich ist der Verweis auf ein
  535. Betrachtungsprogramm heutzutage nicht mehr notwendig, da nahezu jeder
  536. Computer über eine Möglichkeit der Betrachtung von PDFs verfügt. Wir FREIEN
  537. WÄHLER würden es begrüßen, wenn auf Behörden-Websites wenigstens auf zwei
  538. unterschiedliche Betrachtungsprogramme verwiesen würde, um nicht einseitig
  539. einen Hersteller zu bevorzugen, wenn dies überhaupt noch als notwendig
  540. erachtet wird.
  541. </p>
  542. <p class="answer diegrüne"> <strong>Die Grünen:</strong>
  543. Prinzipiell verurteilen wir Werbung für bestimmte Produkte bzw. Unternehmen
  544. auf Webseiten der Berliner Verwaltung. Allerdings interpretieren wir den
  545. von Ihnen beispielhaft aufgeführten Fall nicht zwingend als Werbung für ein
  546. bestimmtes Unternehmen. In diesem Fall wird auf ein kostenfreies Produkt,
  547. welches augenblicklich am IT-Markt quasi der Standard zur Betrachtung von
  548. elektronischen Dokumenten ist, verwiesen.
  549. </p>
  550. <p class="answer dielinke">
  551. <strong>Die Linke:</strong>
  552. Die LINKE teilt die Einschätzung, dass der Verweis auf einzelne unfreie
  553. Software-Produkte auf Behördenseiten (z.B. der Adobe Reader für
  554. PDF-Dokumente) unangemessen und überholt ist. Hier gibt es auch in Berlin
  555. noch Nachholbedarf. Wir werden uns künftig dafür einsetzen, dass hier auf
  556. verschiedene, auch freie, Alternativen verwiesen wird. Grundlage dafür ist
  557. vor allem, in Politik und Verwaltung ein Verständnis für freie Software und
  558. damit auch für eine veränderte Verwaltungspraxis zu befördern.
  559. </p>
  560. <p class="answer colorless">
  561. <strong>Partei Mensch Umwelt Tierschutz:</strong>
  562. Die Verwaltung sollte auf keinen Fall Werbung für spezielle
  563. Softwareprodukte machen. Wir halten es für sinnvoll, dass Verwaltungen,
  564. die z.B. PDF-Dokumente zum Herunterladen anbieten, eine Liste der am
  565. häufigsten genutzten PDF-Reader (darunter Open-Source-Software wie z.B.
  566. Ghostscript und Freeware) anbieten. Schließlich sollte der Staat sich
  567. neutral verhalten. Alles andere käme einer staatlichen
  568. Wettbewerbsverzerrung gleich.
  569. </p>
  570. <p class="answer piraten"> <strong>Die Piraten:</strong>
  571. Die PIRATEN sehen diese Bewerbung einzelner Softwareprodukte von öffentlicher
  572. Hand sehr kritisch. Staatliche und kommunale Behörden begeben sich durch
  573. Werbung für Produkte einzelner Hersteller in eine Abhängigkeit, die unseren
  574. Ambitionen der Verwendung von Open-Source-Software entgegensteht. In Berlin
  575. wollen wir deshalb mittels Dienstanweisung die verschiedenen Behörden dazu
  576. auffordern, auf ihren Webseiten alternative, freie Software-Programme anzugeben,
  577. langfristig soll auf die Verwendung von geschlossenen Formaten verzichtet werden,
  578. da diese keine Weiterverwendung und -verwertung ermöglichen.
  579. </p>
  580. <p class="answer spd">
  581. <strong>SPD:</strong>
  582. Wir werden eine diesbezügliche Überprüfung sämtlicher städtischer Webseiten
  583. durch das IT-Staatssekretariat anregen.
  584. </p>
  585. <p class="question"> <strong>6. </strong>Software fällt in Deutschland
  586. unter das Urheberrecht und wird, wie Literatur auch, vom Patentrecht
  587. ausgeschlossen. Trotzdem werden Softwarepatente von Patentämtern erteilt.
  588. Dieses zusätzliche Monopol verhindert Wettbewerb, führt zu
  589. Rechtsunsicherheit für Software-Unternehmen und schädigt die Innovation
  590. aller europäischen Unternehmen. Was ist Ihre Position zu Software-Patenten?
  591. Wie wollen Sie den Schaden für die deutsche Wirtschaft verhindern? </p>
  592. <!--
  593. <p class="answer cdu">
  594. <strong>CDU:</strong> Antworten werden am Freitag 12:00 veröffentlicht.
  595. </p> -->
  596. <p class="answer fdp">
  597. <strong>FDP:</strong>
  598. Die FDP lehnt Softwarepatente weiterhin ab. Software wird durch das
  599. Urheberrecht hinreichend gegen Plagiatsverstöße geschützt. Das
  600. Eigentumsrecht und auch das geistige Eigentum sind auf der anderen Seite
  601. ein elementares und schützenswertes Rechtsgut unserer Gesellschaft. Es
  602. sind daher Rahmenbedingungen notwendig, die einerseits Individualrechte
  603. schützen und auf der anderen Seite hinreichend Raum für Entwicklungen und
  604. Innovationen bieten. Urheberschutz und Patentrecht haben die Aufgabe,
  605. Erfindungen und Innovationen zu schützen. Gleichzeitig muss jedoch
  606. verhindert werden, dass mit Schutzrechten im Sinne der
  607. Wettbewerbsfreiheit strategischer Missbrauch betrieben wird. Die
  608. bestehenden Regelungen genügen aus unserer Sicht diesen Anforderungen.
  609. Zusätzlich ist es Aufgabe der Kartellbehörden, für einen
  610. diskriminierungsfreien Wettbewerb zu sorgen.
  611. </p>
  612. <p class="answer colorless">
  613. <strong>Freie Wähler Berlin:</strong>
  614. Grundsätzlich lehnen wir sog. Trivial-Patente auf simple Funktionsideen ab.
  615. Aber auch Patenten auf komplexere reine Logiken stehen wir sehr skeptisch
  616. gegenüber, da wir ebenfalls befürchten, dass dadurch der Wettbewerb
  617. eingeschränkt werden könnte. Da wir aber Patente nicht insgesamt ablehnen,
  618. weil diese gerade einzelne Erfinder und kleine Unternehmen vor
  619. übermächtiger Konkurrenz schützen, sind wir FREIEN WÄHLER noch
  620. unentschieden bei der Frage, ob Logik, die direkt in Hardware implementiert
  621. ist, nicht durchaus patentfähig sein könnte, da letztlich alle “echten”
  622. Patente auf Erfindungen aus materialisierter Logik bestehen. Hier müssen
  623. die internationalen Diskussionen und das Marktgeschehen aufmerksam
  624. beobachtet werden, um den vom FSFE befürchteten “Schaden für die deutsche
  625. Wirtschaft” abzuwenden.<br />
  626. (Es sei noch angemerkt, dass wir es zumindest interessant finden, dass die
  627. Free Software Foundation EUROPE gegen Software-Patente argumentiert, weil
  628. diese der DEUTSCHEN Wirtschaft schaden könnten. Zwar sind wir als Politiker
  629. zunächst einmal dem deutschen (Staats)Volk verpflichtet, dennoch sollte in
  630. einem (noch) gemeinsamen Europa die gesamteuropäische Perspektive nicht aus
  631. den Augen verloren werden.)
  632. </p>
  633. <p class="answer diegrüne">
  634. <strong>Die Grünen:</strong>
  635. Bündnis 90/Die Grünen stehen für die Förderung von Open Source Software
  636. und kämpfen daher folgerichtig gegen Patente im Softwarebereich.
  637. Patentschutz auf Software trägt dagegen zur weiteren Monopolbildung
  638. proprietärer Software bei. Deshalb haben wir uns schon in einem Beschluss
  639. der grünen Bundesdelegiertenkonferenz 2004 gegen Softwarepatente
  640. ausgesprochen. Noch unter der rot-grünen Bundesregierung wurde 2005 ein
  641. durch Rot-Grün initiierter interfraktioneller Antrag gegen
  642. Softwarepatente von SPD/Grünen/CDU/FDP mit großer Mehrheit verabschiedet.
  643. Ebenso hat das EU-Parlament 2005 mit großer Mehrheit gegen
  644. Softwarepatente gestimmt. Allerdings sind immer wieder Bestrebungen
  645. erkennbar, Softwarepatente auf Umwegen zu verbreiten, zumal viele Patente
  646. in den USA, Japan und anderswo angemeldet wurden. Die Frage wird
  647. möglicherweise nur durch entsprechende Grundsatzurteile höchster Gerichte
  648. und durch Einigung auf internationaler Ebene zu klären sein. Aktivitäten
  649. der aktuellen Bundesregierung hierzu sind uns nicht bekannt.
  650. </p>
  651. <p class="answer dielinke">
  652. <strong>Die Linke:</strong>
  653. Kleine und mittelgroße Softwareunternehmen sowie Programmiererinnen und
  654. Programmierer von Freier Software laufen zu Recht Sturm gegen immer neue
  655. Vorstöße, Softwarepatente in Deutschland und Europa zuzulassen.
  656. Softwarepatente verhindern oder verlangsamen Innovationen. Teilweise
  657. etablieren Unternehmen absichtlich Sperrpatente, um Innovationen zu behindern
  658. und ältere Produkte weiter verkäuflich zu halten. DIE LINKE lehnt
  659. Softwarepatente ab. Im deutschen und europäischen Recht muss die
  660. Nicht-Patentierbarkeit von Software klar geregelt werden. 
  661. </p>
  662. <p class="answer colorless">
  663. <strong>Partei Mensch Umwelt Tierschutz:</strong>
  664. Wir lehnen Softwarepatente aus unterschiedlichen Gründen ab. Zum Einen
  665. ist es gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen unmöglich,
  666. eine kostenintensive Patentrecherche durchzuführen. Sie sind somit in
  667. ihrer Betätigung massiv eingeschränkt oder einer großen
  668. Rechtsunsicherheit ausgesetzt. Und zum Anderen kann durch
  669. Software-Patente eine Wettbewerbsverzerrung zu Ungusten freier Software
  670. entstehen. Wir erachten das Urheberrecht als Schutz für Software als
  671. ausreichend.
  672. </p>
  673. <p class="answer piraten">
  674. <strong>Die Piraten:</strong>
  675. Die PIRATEN lehnen seit ihrem Bestehen Patente auf Software ab. Patente
  676. behindern den Wettbewerb und machen das Entwickeln von (freier) Software
  677. zu einem wahren Minenfeld. Wir wollen uns über die internationalen
  678. Industrieverbände dafür einsetzen, dass Softwarepatente international
  679. verboten und bereits erteilte Patente widerrufen werden. Ein Alleingang
  680. Deutschlands ist bei diesem Thema nur schwer zu verwirklichen. Ein erster
  681. Schritt ist es, die Regelungen auf nationaler Ebene so zu ändern, dass
  682. sie Softwarepatente verhindern und Schlupflöcher über die Patentierung
  683. von Verfahren usw. zu schließen. Wenn Deutschland dies aber ohne die
  684. Absprache mit anderen großen "Patentgebern" wie den USA umsetzt, ist dies
  685. ein noch größerer Schaden für die deutsche Wirtschaft.
  686. </p>
  687. <p class="answer spd">
  688. <strong>SPD:</strong>
  689. Wir lehnen eine Erteilung von Software-Patenten ab. Leider sind die
  690. diesbezüglichen gesetzlichen Bestimmungen nicht Landessache. Als SPD-Berlin
  691. sprechen wir uns aber explizit gegen die Ermöglichung von Software-Patenten
  692. auf europäischer oder Bundesebene aus.
  693. </p>
  694. <h3>Generelle Antworten</h3>
  695. <p class="answer cdu">
  696. <strong>CDU:</strong>
  697. Die IT- und Internetindustrie ist die kulturelle Grundlagenindustrie des
  698. 21. Jahrhunderts. In Berlin arbeiten bereits knapp 30.000 Menschen in der
  699. IT-Branche, aber es könnten weit mehr sein. Trotz vieler erfolgreicher
  700. Unternehmen fehlen Berlin Marktführer. Die IT-Industrie muss strategisch
  701. entwickelt werden. Dazu brauchen wir auch ein Referenzprojekt. Um den
  702. Ernst-Reuter-Platz befinden sich die Technische Universität, die
  703. Universität der Künste, Deutsche Telekom Laboratories und eine Reihe von
  704. Unternehmen. Wir müssen dieses Areal zur IT-City ausbauen. Dazu gehört vor
  705. allem eine geeignete Technologieinfrastruktur, insbesondere
  706. Hochgeschwindigkeitsdatenverbindungen, aber auch eine entsprechende
  707. stadtplanerische Gestaltung. Zudem muss den Unternehmen der Zugang zum
  708. Wachstumskapital erleichtert werden. In der Verwaltung fehlt der IT-Branche
  709. ein hochrangiger Ansprechpartner. Das wollen wir ändern. Zudem muss die
  710. Berliner Verwaltung IT-Pionier werden und durch ihre Auftrags- vergabe die
  711. IT-Branche stärken. Auch durch die in Berlin ansässigen Bundesbehörden
  712. bieten sich hier Chancen, denn die Verwaltung ist weltweit der zweitgrößte
  713. Nachfrager von Software.<br />
  714. Die Bundesverwaltung verwendet – lt. einer Antwort (BT-DS 17/4746) auf eine
  715. Kleine Anfrage – sogenannte freie (quelloffene) Software nach Angaben der
  716. Bundesregierung "in großem Umfang". In allen Ressorts würden
  717. "Open-Source-Produkte in verschiedenen Bereichen, besonders umfangreich im
  718. Serverbereich, eingesetzt".<br />
  719. In ihrer Antwort bejaht die Bundesregierung die Frage, ob sie plane, freie
  720. Software künftig auch in weiteren Behörden der Bundesverwaltung
  721. einzusetzen. Der Einsatz von quelloffener Software in der Bundesverwaltung
  722. werde von der Bundesregierung "überall dort, wo sie geeignet und
  723. wirtschaftlich ist, empfohlen und unterstützt". Damit verfolge sie das
  724. Ziel, "quelloffene Software als gleichberechtigte Alternative im
  725. Entscheidungsprozess der Behörden bei der Softwarebeschaffung zu
  726. etablieren". Die Beschaffung von Software erfolge – unabhängig vom
  727. Lizenzmodell – "gemäß Vergaberecht immer auf Basis der größten
  728. Wirtschaftlichkeit".<br />
  729. In dieser Hinsicht wird sich die Berliner CDU mit der Thematik IT-/Free
  730. Software auseinandersetzen, um somit eine effiziente Nutzung zu
  731. gewährleisten.
  732. </p>
  733. <p class="answer colorless">
  734. <strong>Rentnerinnen und Rentner Partei:</strong>
  735. Die Rentnerinnen und Rentner Partei spricht sich (selbstverständlich) für
  736. den Einsatz freier Software aus und wird sich, wenn wir in
  737. Regierungsverantwortung kommen, für die verstärkte Anwendung in Verwaltung
  738. und Schulen/Bildungseinrichtungen einsetzen.<br />
  739. Dies wird auch jetzt schon in die tägliche Praxis umgesetzt: <a
  740. href="http:/www.rrp-bund.de"> Unserer Homepage</a> wird gänzlich nur mit
  741. freier Software erstell und gepflegt. Unseren Mitgliedern empfehlen wir
  742. freie Programme zum Darstellen der Internetseiten, zum Lesen und Senden von
  743. Emails und zur Textverarbeitung. Auch unser Provider verwendet
  744. ausschließlich freie Programme Siehe unser <a
  745. href="http://www.rrp-bund.de/pages/impressum.php">Impressum</a>.
  746. </p>
  747. <p>Wir haben einige der zur Wahl stehenden Parteien ausgewählt und diese zu
  748. Freier Software befragt. </p>
  749. </body>
  750. <timestamp>$Date$ $Author$</timestamp>
  751. </html>
  752. <!--
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