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<html newsdate="2013-07-30">
<head>
 <title>FSFE will Freie Software Lizenzen besser vor Insolvenz schützen.</title>
</head>
<body>
 <h1>FSFE will Freie Software Lizenzen besser vor Insolvenz schützen.</h1>
 
<p newsteaser="yes" id="introduction">
Wenn die Firma oder der Autor, die (oder der) eine Freie Software lizenziert hat bankrott geht, besteht das Risiko, dass die gewährten Freie Software Lizenzen in manchen Gebieten angefochten werden. Die FSFE versucht jetzt diese Situation in Deutschland zu verhindern. Die ifrOSS, eine Einrichtung von Experten in diesem Fachgebiet, wird von der FSFE unterstützt. Sie schlägt dem deutschen Justizministerium vor, eine spezifische „Freie Software Klausel“ in die Insolvenzordnung (InsO) aufzunehmen.
</p>

<p>
Es ist nicht völlig klar, was mit Freien Software Lizenzen passiert, die von Rechteinhabern entweder vor oder nach deren Insolvenz gewährt wurden. Das Fehlen von klaren Regeln könnte die Funktion von Freier Software, die von der Zusammenarbeit von mehreren Rechteinhabern abhängt, stark gefährden.
</p>

<p>
Vor einiger Zeit weckte das Justizministerium eine Initiative ins Leben, die die Regelungen von Lizenzen während des Insolvenzverfahrens verbessern sollte. Als Reaktion bereitete das <a href="http://www.ifross.org">ifrOSS (Institut für Rechtsfragen der Freien und Open Source Software)</a> mit Unterstützung der FSFE den Vorschlag der „Freien Software Klausel“ vor. Dieser könnte die Probleme, die speziell bei Freier Software auftreten, effektiv lösen. Die Klausel versichert dass das Freie Software Lizenzmodell nicht negativ von einer Insolvenz der Lizenzrechteinhaber beeinflusst wird. Sie macht klar dass jedes Angebot für eine Freie Software Lizenz vor der Insolvenz des Lizenzinhabers von jedem akzeptiert werden kann. Sogar nachdem das Insolvenzverfahren begonnen hat.
</p>

<p>
Die FSFE bittet das Justizministerium diesen Vorschlag anzunehmen, da er weitreichend zur rechtlichen Klarheit der auf Freier Software basierenden Industrie (wie Automobilindustrie, Maschinenbau und dem IT Feld) beitragen kann.
</p>


<p>
Die ifrOSS bittet gemeinsam mit der FSFE die Regierung die folgende Klausel in den kürzlich vorgeschlagenen § 108a der Insolvenzverordnung (InsO) aufzunehmen.
</p>

<blockquote>
<p>
„(4) Wenn der Schuldner durch Lizenzvertrag unentgeltlich ein einfaches Nutzungsrecht für
jedermann einräumt, so findet die Regelung des § 103 InsO keine Anwendung. Das vom Schuldner vor des Insolvenzverfahrens abgegebene Angebot auf Abschluss eines solchen Lizenzvertrags, kann auch nach Eröffnung angenommen werden.“
</p>
</blockquote>

<p>
Sollte Freie Software in anderen Regionen ähnliche Probleme gegenüber stehen, bitten wir Sie, Kontakt mit uns aufzunehmen oder identische Schritte durchzuführen.
</p>

<p>
Die FSFE arbeitet für das Wohl der Öffentlichkeit. Ihre Aktivitäten können Sie unter <a href="http://fsfe.org/support">fsfe.org/support</a> unterstützen.
</p>

<h2>Weitere Links</h2>
<p>
<a href="http://www.der-betrieb.de/content/pdfft,0,466327">Legislative Initiative des Justizministeriums.</a><br/>
<a href="http://www.ifross.org/artikel/vorschlag-des-ifross-insolvenzrechtlichen-fragen-bei-oss-lizenzen">Die Pressemitteilung des ifrOSS</a><br/>
<a href="https://www.ifross.de/ifross_html/120506%20Stellungnahme%20InsO.pdf">Der vollständige Vorschlag des ifrOSS</a><br/>

</p>

<h2>Contact</h2>

Karsten Gerloff<br/>
FSFE Präsident<br/>
office@fsfeurope.org<br/>
+49 176 9690 4298

<p>Wenn Sie weitere Neuigkeiten erhalten möchten, abbonieren Sie unsere Mailingliste für Pressemitteilungen über: <a href="http://fsfe.org/press">http://fsfe.org/press</a>.</p>
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  <tag>de</tag>
  <tag>insolvency</tag>
  <tag>licensing</tag>
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news/2012/news-20120730-01.en.xhtml View File

@@ -18,7 +18,7 @@ It is not entirely clear what can happen to the Free Software licenses that were
<p>
Some time ago, German Ministry of Justice published an initiative to improve the regulation of licenses during the insolvency proceedings. As a response, <a href="http://www.ifross.org">ifrOSS (Institute for Legal Questions on Free and Open Source Software)</a> supported by FSFE now prepared the suggestion of the Free Software clause that could effectively remove the problems specifically associated with the Free Software. The clause ensures that Free Software licensing model would not be negatively affected by a bankruptcy of a licensing rights holder. It makes it clear that any offer to grant Free Software license made before the licensor's bankruptcy can be accepted by anyone even after the bankruptcy proceedings started.</p> 

<p>FSFE aks the German Ministry of Justice to consider this proposal favorably as it can greatly contribute to the legal certainty of the Free Software based industries, such as automotive, mechanical engineering and IT field.
<p>FSFE asks the German Ministry of Justice to consider this proposal favourably as it can greatly contribute to the legal certainty of the Free Software based industries, such as automotive, mechanical engineering and IT field.
</p>

<p>
@@ -34,12 +34,12 @@ jedermann einräumt, so findet die Regelung des § 103 InsO keine Anwendung. Das
</p>

<p>
English version: "(4) When the debtor grants somebody a non-exlcusive right by means of a license agreement without consideration, the rule stipulated in § 103 Insolvency Code shall not apply. Debtor's offer to conclude such license agreement made before the initiation of the insolvence proceedings can be also accepted after the insolvence proceedings have been initiated."
English version: "(4) When the debtor grants somebody a non-exclusive right by means of a license agreement without consideration, the rule stipulated in § 103 Insolvency Code shall not apply. Debtor's offer to conclude such license agreement made before the initiation of the insolvency proceedings can be also accepted after the insolvency proceedings have been initiated."
</p>
</blockquote>

<p>
Shall the Free Software face similar problems in other jurisdictions, we kindly invite you to contact us or take similar steps in other jurisdictions.
Shall the Free Software face similar problems in other jurisdictions, we kindly invite you to contact us or take similar steps.
</p>

<p>

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