diff --git a/news/2012/news-20120913-01.de.xhtml b/news/2012/news-20120913-01.de.xhtml new file mode 100644 index 0000000000..bfe76aab92 --- /dev/null +++ b/news/2012/news-20120913-01.de.xhtml @@ -0,0 +1,86 @@ + + + + +  Stadt Freiburg: Wechselt die Verwaltung bereits auf proprietäres Office-Paket? + + +  

Stadt Freiburg: Wechselt die Verwaltung bereits auf proprietäres Office-Paket?

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Der Freiburger Gemeinderat hat im Jahr +2007 beschlossen, das Dokumentenformat "Open Document Format" (ODF) als +Standardformat für den Dokumentaustausch festzulegen. Dieser Beschluss war auch +die Grundlage dafür, das Office-Paket "OpenOffice" in der Freiburger Verwaltung +als Standardsoftware für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation usw. zu +verwenden.

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Doch es liegen Informationen vor, dass die Verwaltung der Stadt Freiburg zur +Zeit die Ablösung von "OpenOffice" durch ein proprietäres Office-Paket umsetzt +oder diese Ablösung zumindest schon vorbereitet. Der Bundesverband +Informations- und Kommunikationstechnologie (BIKT), die Free Software +Foundation Europe (FSFE) e.V. und die Open Source Business Alliance (OSB +Alliance) e.V. fragen heute die Freiburger Bürgermeister und die +Verwaltungsspitze in einem offenen Brief ob diese Informationen richtig +sind.

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Der offene Brief

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Sehr geehrte Damen und Herren,

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der Freiburger Gemeinderat hat im Jahr 2007 beschlossen, das +Dokumentenformat "Open Document Format" (ODF) als Standardformat für den +Dokumentaustausch festzulegen. Dieser Beschluss war auch die Grundlage dafür, +das Office-Paket "OpenOffice" in der Freiburger Verwaltung als Standardsoftware +für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation usw. zu verwenden.

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Nach den uns vorliegenden Informationen setzt die Verwaltung der Stadt +Freiburg zur Zeit jedoch wieder die Ablösung von "OpenOffice" durch ein +proprietäres Office-Paket um oder bereitet diese Ablösung zumindest vor.

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Grundlage hierfür ist anscheinend ein extern angefertigtes, öffentlich nicht +einsehbares Gutachten, das diesen Schritt empfiehlt. Die für die Umstellung +benötigten Budgets sind - soweit uns bekannt - bereits genehmigt und +Mitarbeiter werden über die bevorstehende, erneute Umstellung informiert.

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Eine im Gemeinderat oder öffentlich stattfindende, das Gutachten würdigende +Diskussion, geschweige denn ein Gemeinderatsbeschluss, der den ursprünglichen +Beschluss von 2007 abändert, hat es jedoch nicht gegeben. Wir sind deswegen +besorgt darüber, ob die Verwaltung der Stadt Freiburg sich über die +Beschlüsse der Legislative hinwegsetzt oder zumindest versucht, später schwer +änderbare Fakten zu schaffen.

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Wir würden deswegen gerne wissen:

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  1. Ob die geschilderte Darstellung den Ihnen bekannten Fakten entspricht?
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  3. Warum das den jetzigen Wechsel stützende Gutachten nicht öffentlich gemacht +wird, wenn es doch Grundlage für eine bereits in der Umsetzung befindliche +Entscheidung der Verwaltung zu sein scheint, die mit dem Gemeinderat nicht +abgestimmt und vor dem Hintergrund des Gemeinderatsbeschlusses von 2007 als +äußerst problematisch anzusehen ist.
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  5. Ob der Beschluss des Gemeinderats, das Open Document Format als +Standardformat für den Datenaustausch zu verwenden aus Ihrer Sicht weiter +Bestand hat oder ob mit der Umstellung auf Microsoft Office auch ein neues +Dokumentenformat für den Datenaustausch eingeführt werden soll.
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Für Ihre Antworten bedanken wir uns herzlich im voraus und stehen für +Rückfragen gerne zur Verfügung.

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Mit freundlichen Grüßen,

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Holger Dyroff, Sprecher Working Group Public Affairs, OSB Alliance e.V.
+Peter H. Ganten, Vorsitzender, OSB Alliance e.V.
+Matthias Kirschner, Deutschlandkoordinator, Free Software Foundation Europe e.V.
+Marco Schulze, Stellvertretender Vorsitzender, Bundesverband Informations- und Kommunikationstechnologie (BIKT)

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