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Interview with the town of Buehl (#1474)

Interview with the town of Buehl

Co-authored-by: Bonnie <bonnie@fsfe.org>
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<meta name="description" content="Die FSFE interviewt Eduard Itrich von der Stadt Bühl in Deutschland über deren Verwendung von Freie-Software-Projekten im öffentlichen Sektor" />
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<title>Die Verwaltung der Stadt Bühl verwendet Freie Software</title>
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<h1>Die Verwaltung der Stadt Bühl verwendet Freie Software</h1>
<p>Die Stadt Bühl, in Deutschland, hat die erfolgreiche, auf Freier Software basierende Videokonferenzplattform "Palim! Palim!" gestartet. Um mehr über die Beziehungen zwischen Bühl und Freier Software zu erfahren, führten wir ein Interview mit Eduard Itrich, dem Digitalisierungsbeauftragten der Stadt Bühl.</p>
<p>Die Stadt Bühl im Südwesten Deutschlands startete eine Videokonferenzplattform mit dem Namen "Palim! Palim!", die auf der Freien Software "Jitsi Meet" basiert, um die Auswirkungen der COVID-19-Sperre für ihre Bürger zu erleichtern. "Palim! Palim!" wurde schnell zu einem durchschlagenden Erfolg; die Bürger waren davon begeistert und auch andere Gemeinden begannen sich dafür zu interessieren. Aber "Palim! Palim!" ist nicht das einzige Freie-Software-Projekt, das von der Stadt Bühl genutzt und gepflegt wird. Um mehr über die Hintergründe von "Palim! Palim!" zu erfahren und welche anderen Beziehungen die Stadt Bühl mit Freier Software unterhält, führten wir dieses Interview mit dem Digitalisierungsbeauftragten Eduard Itrich von der öffentlichen Verwaltung der Stadt Bühl.</p>
<p class="question">FSFE: Herr Itrich, können Sie sich und die Stadt Bühl kurz vorstellen und erklären, was ein "Digitalisierungsbeauftragter" ist?</p>
<p>Eduard Itrich: Zunächst möchte ich mich herzlich für dieses Interview bedanken. Ich verfolge die Arbeit der FSFE e.V. bereits seit vielen Jahren und bin heute umso dankbarer für die Möglichkeit direkt mit euch sprechen zu können. Ich heiße Eduard Itrich, bin 31 Jahre alt und habe nach meinem Studium der Mathematik zunächst als Linux Softwareentwickler gearbeitet. Wie ihr seht, war Freie Software schon immer ein fester Bestandteil meines Berufes. Im Anschluss an meine zweijährige Elternzeit zur Betreuung meiner beiden Zwillingstöchter, habe ich Ende letzten Jahres bei der <a href="https://www.buehl.de/willkommen">Stadt Bühl</a> als „Digitalisierungsbeauftragter“ angefangen. Bezeichnend für die Stadt Bühl ist ihre Vielfältigkeit. Im Südwesten Deutschlands zwischen Rheinebene, Weinbergen und Schwarzwald gelegen, bietet die Große Kreisstadt mit knapp 30.000 Einwohnern zahlreiche Kriterien, welche die Kommune lebens- und liebenswert macht. Ein überaus facettenreiches Vereinsangebot, hervorragende Möglichkeiten der Kinderbetreuung, eine aktive Gemeinschaft von Einzelhändlern, lebendige Kirchengemeinden und sehr engagierte Bürger sprechen ebenso für die Lebensqualität vor Ort wie Maßnahmen der Stadt in der Stadtentwicklung, dem Klimaschutz und natürlich der Digitalisierung.</p>
<p>Vielleicht ist die Position des Digitalisierungsbeauftragten einigen eher unter dem Titel des "Chief Digital Officer" bekannt. Im Wesentlichen geht es um die Konsolidierung einer Digitalisierungsstrategie sowie der Orchestrierung der digitalen Transformation innerhalb wie auch außerhalb der Stadtverwaltung. Ich beschäftige mich mit Themen wie eGovernment, Smart City sowie Open Data und innerhalb des Rathauses natürlich auch mit der Automatisierung bestehender Verwaltungsabläufe.</p>
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<img src="https://pics.fsfe.org/uploads/medium/4383726413c1de68fc8f5650e93079b5.png" alt="Videokonferenzplattform 'Palim! Palim!', gewartet von der Stadt Bühl" />
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<p class="question">Sie haben kürzlich die Videoplattform "Palim! Palim!" eingeführt. Können Sie den Anwendungsfall erklären und was "Palim! Palim!" genau ist?</p>
<p>Auf Basis der Freien Software „Jitsi Meet“ haben wir eine offene Videokonferenzplattform unter dem Namen <a href="https://konferenz.buehl.digital/">“Palim! Palim!”</a> geschaffen. Dies ist ein kostenfreies Angebot für Videotelefonie an alle Bühler Bürgerinnen und Bürgern und selbstverständlich über die Gemarkungsgrenzen der Stadt hinaus. Wir unterstützen Familien, Freundeskreise, Vereine, Initiativen und auch Unternehmen dabei, sich auf eine unkomplizierte sowie niederschwellige Weise digital begegnen zu können. Es benötigt nicht mehr als einen aktuellen Browser, um in Kontakt zu bleiben. Ganz ohne Registrierungszwang oder Erhebung von sensiblen Metadaten. Seit der Veröffentlichung unserer Plattform Anfang April haben wir viele interessante Anwendungsfälle gesehen: etwa das digitale Kinderfreizeitprogramm zum gemeinsamen Basteln oder das langersehnte Wiedersehen zwischen Pflegeheimbewohnern und ihren Familien.</p>
<blockquote>“Auf Basis der Freien Software „Jitsi Meet“ haben wir eine offene Videokonferenzplattform unter dem Namen "Palim! Palim!” geschaffen. Dies ist ein kostenfreies Angebot für Videotelefonie an alle Bühler Bürgerinnen und Bürgern und selbstverständlich über die Gemarkungsgrenzen der Stadt hinaus.”</blockquote>
<p class="question">Wie kam die Idee hinter "Palim! Palim!" zustande?</p>
<p>Die Idee einer eigenen Videokonferenzplattform entstand ursprünglich aus dem Wunsch heraus, auch während der Corona-Pandemie weiterhin Gruppenunterricht an der städtischen Musikschule anbieten zu können. Auf Grund freier Kapazitäten haben wir uns im weiteren Verlauf des Projekts dazu entschlossen, die Plattform allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen. Heute sind wir sehr stolz darauf, dass wir diesen mutigen Schritt gegangen sind und stellen fest, dass sich einige ganz neue Diskussionen um digitale Souveränität und Daseinsvorsorge im digitalen Zeitalter entwickelt haben.</p>
<p class="question">Warum haben Sie Jitsi Meet für "Palim! Palim!" gewählt?</p>
<p>Das Freie Software Projekt „Jitsi Meet“ war genau die Software, nach der wir gesucht haben. Sie bietet unserer Zielgruppe einen sehr einfachen Zugang zu Videokonferenzen, lässt sich gut administrieren und durch die aktive Community findet man schnell eine Lösung zu eventuell auftretenden Problemen. Weiterhin hatten wir die Möglichkeit die Software genau nach unseren Vorstellungen anzupassen, um beispielsweise auch das städtische Design miteinfließen zu lassen.</p>
<p class="question">Welchen Unterschied macht es, ob Sie Freie Software verwenden oder nicht?</p>
<p>Besonders die Option die Software nach Belieben anpassen zu können, gab uns die Möglichkeit, unsere stadteigene, individuelle Videokonferenzlösung zu schaffen. Wir sind der Überzeugung, dass genau dieser lokale Bezug und das damit verbundene Vertrauen, erheblich zum Erfolg der Plattform beigetragen hat. Gleichzeitig eröffnet uns Freie Software die Möglichkeit, den Schutz persönlicher Daten sowie der Privatsphäre unserer Nutzer bereits im Designprozess mitzudenken. Wir können uns bewusst für Datensparsamkeit und gegen die Einbindung unnötiger Tracker entscheiden. Und nicht zuletzt war die sehr aktive Community von Jitsi Meet eine gute Unterstützung bei der Umsetzung einer eigenen Instanz. Es gab kein Problem, zu dem wir nicht in den Foren oder Channels fündig wurden.</p>
<blockquote>"Gleichzeitig eröffnet uns Freie Software die Möglichkeit, den Schutz persönlicher Daten sowie der Privatsphäre unserer Nutzer bereits im Designprozess mitzudenken."</blockquote>
<p class="question">Wie war das Feedback zu "Palim! Palim!" bisher?</p>
<p>Umwerfend! Wir haben zu keinem Zeitpunkt mit so einer großartigen Resonanz gerechnet. Viele Bürgerinnen und Bürger drücken uns ihren persönlichen Dank aus und wir haben aufgehört mitzuzählen, wie viele Kommunen sich mit großem Interesse an uns gewandt haben. Ich glaube, dass Freie Software derzeit einen unglaublichen Schub erfährt und die Sensibilität für Datensouveränität stark zunimmt.</p>
<p class="question">Gibt es noch andere Freie Software Projekte, an denen Sie und Ihre Abteilung arbeiten oder zu denen Sie beitragen?</p>
<p>Wir waren lange auf der Suche nach einer einfachen Lösung, um Sitzungs- sowie Besprechungsprotokolle allen Teilnehmenden gebündelt zugänglich zu machen und wichtige Aufgaben nachverfolgen lassen zu können. Mit dem Freien Software Projekt <a href="https://www.4minitz.com/">"4Minitz!"</a> haben wir einen starken Kandidaten entdeckt, der fast allen unseren Anforderungen entsprach. Einziger Haken: Die Oberfläche war zu diesem Zeitpunkt komplett in Englisch gehalten und es bestand die Gefahr einer zu geringen Akzeptanz innerhalb der verschiedenen Fachämter. Mit insgesamt über 11.000 Zeilen Änderungen an der Codebasis haben wir die Entwicklung der Internationalisierung und Lokalisierung angestoßen. Uns ist es sehr wichtig, offene Software nicht einfach nur zu nutzen, sondern auch der Community wieder etwas zurückzugeben. Mittlerweile kann 4Minitz! in 18 verschiedenen Sprachen genutzt werden.</p>
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<img src="https://pics.fsfe.org/uploads/medium/48c2c1c78a607c4e8774e847e16547e5.png" alt="'4Minitz' Projekt, welches von der Stadt Bühler verwendet wird." />
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<p class="question">Sie verwenden auch "decidim". Könnten Sie erklären, wofür Sie es verwenden?</p>
<p>Unser Ansatz bei der Digitalisierung ist, diese nicht einfach von oben ohne jegliche Beteiligung nach unten zu diktieren. Wir möchten, dass sich alle Mitarbeitenden äußern können – insbesondere auch Vorbehalte oder Kritik gegenüber neuen Lösungen oder Angeboten. Im Zuge dessen waren wir auf der Suche nach einer geeigneten Beteiligungsplattform. Auch hier wurden wir wieder bei einem Freien Software Projekt fündig. Mit dem Framework <a href="https://decidim.org/">"decidim"</a> konnten wir sehr schnell ein internes Beteiligungs- und Vorschlagsportal auf die Beine stellen, welches den direkten Austausch innerhalb unserer Verwaltung fördert. Das quer über alle Ämter verteilte Digitalisierungsteam kann nun mit "decidim“ ganz einfach Ideen bündeln, diskutieren und interne Entscheidungsprozesse transparent für alle Mitarbeitenden offenlegen.</p>
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<img src="https://pics.fsfe.org/uploads/medium/85c88496eff87cb66e92138b297b233c.png" alt="Das 'decidim' Projekt, welches von der Stadt Bühl verwendet wird." />
</figure>
<blockquote>" Auch hier wurden wir wieder bei einem Freien Software Projekt fündig."</blockquote>
<p class="question">Was hat Sie dazu veranlasst “decidim” auszuwählen?</p>
<p>Ein zentraler Baustein von decidim ist die Vernetzung von Onlinediskussionen mit analogen Treffen vor Ort. Wir können also Vorschläge und Ideen ganz einfach in eine Besprechung überführen und die Ergebnisse aus dieser wiederum transparent auf der Plattform präsentieren. Diese gesunde Mischung aus Online- und Offlineformaten ist aus unserer Sicht der Schlüssel für eine erfolgreiche Beteiligungsplattform.</p>
<p class="question">Benutzen Sie "decidim" nur für die interne Kommunikation oder auch für die öffentliche Kommunikation mit den Bürgern und Bürgerinnen?</p>
<p>Derzeit leider nur für das interne Ideenmanagement, aber wir planen fest mit der Bereitstellung einer offenen Beteiligungsplattform für alle Bürgerinnen und Bürger auf Basis von decidim.</p>
<p class="question">Was sind die Hürden und was müsste verbessert werden, bevor man "decidim" für die öffentliche Kommunikation mit den Bürgern einsetzen könnte?</p>
<p>Aus technischer Sicht ist das Framework großartig und auch hier ist eine starke Community wieder Gold wert. Allerdings ist die überwiegend maschinell erstellte Übersetzung ins Deutsche für einen öffentlichen Betrieb eher ungeeignet. Aber auch hier planen wir derzeit einen weiteren mutigen Schritt und erwägen eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung einer professionellen Übersetzung. Ihr dürft gespannt bleiben!</p>
<p class="question">Würden Sie andere Kommunen ermutigen, ebenfalls Freie Software einzusetzen?</p>
<p>Auf jeden Fall! Der zusätzliche Zeitaufwand zu Beginn eines auf Freier Software basierenden Projekts, mag in erster Linie sicherlich abschrecken. Der langfristige Effekt wiegt die anfänglichen Investitionen jedoch wieder auf. Mit einer starken Community im Rücken wird die Weiterentwicklung des Projekts und der Support für die eigene Umsetzung gewährleistet.</p>
<blockquote>"Mit einer starken Community im Rücken wird die Weiterentwicklung des Projekts und der Support für die eigene Umsetzung gewährleistet."</blockquote>
<p class="question">Was sind Ihrer Meinung nach die drei Hauptvorteile des Einsatzes Freier Software in der öffentlichen Verwaltung?</p>
<p>Wir sehen die Hauptvorteile Freier Software in der vollen Anpassbarkeit, der Datensouveränität sowie in der Stärkung des Gemeinnutzen durch kollaborative Weiterentwicklung. Insbesondere sichert der letzte Punkt, dass das Projekt nicht nur hinsichtlich der Vermarktbarkeit weiterentwickelt wird, sondern auch die Sicherheit sowie die Wartbarkeit der Codebasis sichergestellt wird.</p>
<p class="question">Letzter Tipp: Was ist ein guter Anfang für eine öffentliche Verwaltung, sich für Freie Software zu entscheiden?</p>
<p>Fangen Sie mit etwas Neuem an und versuchen Sie nicht als ersten Schritt ein bestehendes System vollständig zu ersetzen. Sie sind auf der Suche nach einer neuen digitalen Lösung oder wollen ein neues Angebot auf den Weg bringen? Free Software first! Mit diesem kleinen Reminder im Hinterkopf bin ich mir sicher, dass auch Ihr erstes auf Freier Software basierendes Projekt ein Erfolg werden kann.</p>
<p class="question">Wir freuen uns auf den zukünftigen Einsatz und die Implementierung Freier Software in der öffentlichen Verwaltung von Bühl. Vielen Dank für dieses sehr interessante Interview!</p>
<p><em>Fragen für die FSFE: Bonnie Mehring</em></p>
<blockquote>"Public Money? Public Code!" hat zum Ziel, Freie Software zum Standard für öffentlich finanzierte Software zu machen. Die Free Software Foundation Europe hat zusammen mit über 190 Organisationen der Zivilgesellschaft und mehr als 28.000 Einzelpersonen den offenen Brief unterzeichnet. Wir werden die Unterschriften nutzen, um Entscheidungsträger und politische Vertreter in ganz Europa zu kontaktieren und sie davon zu überzeugen, den öffentlichen Code zum Standard zu machen. Sie sind eingeladen, Ihre Unterschrift hinzuzufügen, um einen größeren Einfluss auf <a href="https://publiccode.eu/">publiccode.eu</a> zu erzielen.</blockquote>
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<meta name="description" content="FSFE interviews Eduard Itrich from the town of Bühl, Germany, about their use of Free Software projects in the public sector" />
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<title>The public sector of Bühl uses Free Software</title>
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<h1>The public sector of Bühl uses Free Software</h1>
<p>The town of Bühl, in Germany, has started the successful, Free Software based, video conference platform “Palim! Palim!”. To find out more about the relations between Bühl and Free Software we conducted an interview with Eduard Itrich, the digitalisation officer from the town of Bühl.</p>
<p>The town of Bühl, in the south-west of Germany, started a video conference platform, called “Palim! Palim!” based on the Free Software “Jitsi Meet” to ease the effects of the COVID-19 lock-down for their citizens. “Palim! Palim!” quickly became a striking success; the citizens were thrilled with it and also other municipalities started to became interested. But “Palim! Palim!” is not the only Free Software project used and maintained by the town of Bühl. To find out more about the background behind “Palim! Palim!” and what other relations the town of Bühl has with Free Software we conducted this interview with the “Chief Digital Officer,” Eduard Itrich, from the public administration of Bühl.</p>
<p class="question">FSFE: Mr. Itrich, can you quickly introduce yourself and the town of Bühl, and explain what a “Digitalisierungsbeauftragter” is?</p>
<p>Eduard Itrich: First of all I would like to thank you very much for this interview. I have been following the work of FSFE e.V. for many years now and I am all the more thankful for the opportunity to talk to you directly. My name is Eduard Itrich, I am 31 years old and after my studies of mathematics I first worked as a Linux software developer. As you can see, Free Software has always been an integral part of my profession. After my two-year parental leave to look after my two twin daughters, I started working for the <a href="https://www.buehl.de/willkommen">town of Bühl</a> as a "digitisation officer" at the end of last year. Characteristic of the town of Bühl is its diversity. Located in the south-west of Germany between the Rhine plain, vineyards and the Black Forest, the large district town with almost 30,000 inhabitants offers numerous criteria that make the community liveable and lovable. An extremely diverse range of associations, excellent childcare facilities, an active community of retailers, lively church communities and very committed citizens speak for the quality of life on site, as do the town's measures in urban development, climate protection and, of course, digitisation.</p>
<p>Perhaps the position of digitalisation officer is more familiar to some under the title of "Chief Digital Officer". Essentially, it is about consolidating a digitalisation strategy and orchestrating the digital transformation both within and outside the town administration. I deal with topics such as eGovernment and Smart City, as well as Open Data, and within the town hall of course also with the automation of existing administrative processes.</p>
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<img src="https://pics.fsfe.org/uploads/medium/4383726413c1de68fc8f5650e93079b5.png" alt="Video conferencing platform 'Palim! Palim!', maintained by the town of Bühl" />
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<p class="question">You recently introduced a video platform “Palim! Palim!” - can you explain the use case and what “Palim! Palim!” exactly is?</p>
<p>We have developed an open video conferencing platform, based on the Free Software “Jitsi Meet”, called <a href="https://konferenz.buehl.digital/">“Palim! Palim!”</a>. This offers video telephony to all Bühl citizens at no charge and, of course, beyond the town limits. We support families, groups of friends, associations, initiatives, and also companies in their efforts to be able to meet digitally in an uncomplicated and low-threshold manner. It does not require more than an up-to-date browser to stay in touch. No need to register or collect sensitive metadata. Since the launch of our platform at the beginning of April, we have seen many interesting use cases: for example, the digital children's leisure program for doing handicrafts together or the long-awaited reunion between nursing home residents and their families.</p>
<blockquote>“We have developed an open video conferencing platform, based on the Free Software “Jitsi Meet,” called “Palim! Palim!”. This offers video telephony to all Bühl citizens at no charge and, of course, beyond the town limits.”</blockquote>
<p class="question">How did the idea behind “Palim! Palim!” start?</p>
<p>The idea of a video conferencing platform of our own was originally born out of the desire to continue to offer group lessons at the municipal music school during the Corona pandemic. Due to free capacities we decided in the further course of the project to make the platform available to all citizens. Today, we are very proud to have taken this courageous step and note that some very new discussions about digital sovereignty and services of general interest in the digital age have developed.</p>
<p class="question">Why did you choose Jitsi Meet for “Palim! Palim!”?</p>
<p>The Free Software project "Jitsi Meet" was exactly the software we were looking for. It offers a very easy access for our target group to video conferencing, is easy to administer and the active community quickly finds a solution to any problems that may arise. Furthermore, we had the possibility to customise the software exactly according to our ideas, for example to include the urban design.</p>
<p class="question">What difference does it make if you use Free Software, or not?</p>
<p>Especially the option to customise the software at will gave us the opportunity to create our own individual video conferencing solution for the city. We are convinced that exactly this local reference and the associated trust has contributed significantly to the success of the platform. At the same time, Free Software gives us the opportunity to think about the protection of personal data and the privacy of our users right from the design process. We can make a conscious decision for data economy and against the integration of unnecessary trackers. And last but not least, the very active community of Jitsi Meet was a good support for the implementation of an instance of our own. There was no problem we could not find a solution for in the forums or channels.</p>
<blockquote>"Free Software gives us the opportunity to think about the protection of personal data and the privacy of our users right from the design process."</blockquote>
<p class="question">How was the feedback on “Palim! Palim!” so far?</p>
<p>Amazing! At no time did we expect such a great response. Many citizens express their personal thanks to us and we have stopped counting how many municipalities have approached us with great interest. I believe that Free Software is currently experiencing an incredible boost and that the sensitivity for data sovereignty is growing rapidly.</p>
<p class="question">Are there any other Free Software projects you and your department are working on, or are you contributing to other Free Software projects?</p>
<p>We had been searching for a long time for a simple solution to make the minutes of meetings and discussions available to all participants in a bundled form and to be able to track important tasks. With the Free Software project <a href="https://www.4minitz.com/">"4Minitz!"</a> we found a strong candidate that met almost all our requirements. The only catch: the interface was completely in English at that time and there was a risk of insufficient acceptance within the various specialist offices. With a total of more than 11,000 lines of changes to the code base, we initiated the development of internationalisation and localisation. It is very important to us not only to use Free Software, but also to give something back to the community. By now 4Minitz! can be used in 18 different languages.</p>
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<img src="https://pics.fsfe.org/uploads/medium/48c2c1c78a607c4e8774e847e16547e5.png" alt="'4Minitz' project used by the town of Bühl" />
</figure>
<p class="question">You also use “decidim”. Could you explain what it is used for?</p>
<p>Our approach to digitisation is not to simply dictate it from the top down without any involvement. We want all employees to be able to express themselves - especially reservations or criticism of new solutions or offers. In the course of this we were looking for a suitable participation platform. Again, we found what we were looking for in a Free Software project. With the <a href="https://decidim.org/">"decidim"</a> framework, we were able to very quickly set up an internal participation and suggestion portal that promotes direct exchange within our administration. With "decidim", the digitisation team, which is distributed across all offices, can now easily bundle and discuss ideas and make internal decision-making processes transparent for all employees.</p>
<figure>
<img src="https://pics.fsfe.org/uploads/medium/85c88496eff87cb66e92138b297b233c.png" alt="The 'decidim' project used by the town of Bühl" />
</figure>
<blockquote>"Again, we found what we were looking for in a Free Software project."</blockquote>
<p class="question">What made you choose “decidim”?</p>
<p>A central component of decidim is the networking of online discussions with analogue meetings on site. This means that we can easily transfer suggestions and ideas into a meeting and present the results of this meeting transparently on the platform. This healthy mix of online and offline formats is, in our opinion, the key to a successful participation platform.</p>
<p class="question">Do you use “decidim” only for internal communication or also for public communication with the citizens?</p>
<p>At present, unfortunately only for internal idea management, but we are firmly planning to provide an open participation platform for all citizens based on decidim.</p>
<p class="question">What are the hurdles and what would need to be improved before you could use “decidim” for public communication with the citizens?</p>
<p>From a technical point of view the framework is great and again a strong community is worth its weight in gold. However, the mainly machine-made translation into German is rather unsuitable for a public operation. But here too, we are currently planning another bold step and are considering a crowdfunding campaign to finance a professional translation. You may remain curious!</p>
<p class="question">Would you encourage other municipalities to also use Free Software?</p>
<p>Absolutely! The additional time required at the beginning of a Free Software based project may be a deterrent. But the long-term effect outweighs the initial investment. With a strong community behind you, the further development of the project and support for your own implementation are guaranteed.</p>
<blockquote>"With a strong community behind you, the further development of the project and support for your own implementation are guaranteed."</blockquote>
<p class="question">What would you say are the three main advantages of using Free Software in the public administration?</p>
<p>We see the main advantages of Free Software in its full adaptability, data sovereignty, and the strengthening of the public good through collaborative development. In particular, the last point ensures that the project is not only developed further in terms of marketability, but also that the security and maintainability of the code base is ensured.</p>
<p class="question">Final tip: What is a good start for a public administration to go for Free Software?</p>
<p>Start with something new and do not try to completely replace an existing system as a first step. You are looking for a new digital solution or want to launch a new offer? Free Software first! With this little reminder in mind, I am sure that your first Free Software based project can be a success.</p>
<p class="question">We are looking forward to the future use and implementation of Free Software in Bühl's public sector. Thank you very much for this very interesting interview!</p>
<p><em>Questions asked for FSFE: Bonnie Mehring</em></p>
<blockquote>The "Public Money? Public Code!" initiative aims to set Free Software as the standard for publicly financed software. The Free Software Foundation Europe together with over 190 civil society organisations and more than 28.000 individuals signed the open letter. We will use the signatures to contact decision makers and political representatives all over Europe and convince them to make public code the standard. You are invited to add your signature to make a bigger impact on <a href="https://publiccode.eu/">publiccode.eu</a>.</blockquote>
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